embedded world 2017 - Vielen Dank für Ihren Besuch!

KIRRON - embedded world 2017


Herzlichen Dank für Ihren Besuch auf der embedded world 2017! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. >>




embedded world 2017

embedded world 2017 4-459 KIRRON


Von 14. - 16. März 2017 sind wir auf der embedded world in Nürnberg vertreten. Unser Team freut sich auf Ihren Besuch an Stand 4-459.   >>




Betriebsferien 2016/17

Betriebsferien 2016/17



Das KIRRON Team macht in der Zeit vom 23. bis 30.12.2016 Betriebsferien. 

Ab dem 02.01.2017 sind wir wie gewohnt für Sie erreichbar.

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electronica 2016

electronica 2016 A3 303 KIRRON


In der Zeit von 8. - 11. November 2016 stellen wir an Stand A3 303 auf der electronica aus. Das KIRRON Team freut sich bereits jetzt auf Ihren Besuch in München. >>




embedded world 2016 Nürnberg

embedded world 2016 Halle 5 5/311


Das KIRRON und das KIRRON light components Team freuen sich auf Ihren Besuch in Halle 5/5-311 (embedded world, Nürnberg, 23.-25.02.2016).   >>




embedded world 2016

embedded world 2016 5/5-311 KIRRON


Von 23. - 25. Februar 2016 sind wir auf der embedded world in Nürnberg vertreten. Unser Team freut sich auf Ihren Besuch in Halle 5/5-311.   >>




Betriebsferien & Inventur

Betriebsferien 2015/2016


Betriebsferien vom 23.12.2015 bis 06.01.2016. 

Aufgrund unserer Inventur sind wir zwischen dem 07.01. und 13.01.2016 nur eingeschränkt erreichbar. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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30 Jahre KIRRON - Danke!

30 Jahre KIRRON Jubiläumsfest

Das KIRRON Team bedankt sich bei allen Kunden, Lieferanten sowie Bekannten und Interessierten, die uns am vergangenen Freitag oder Samstag besucht haben! Bei erfrischenden Getränken und Feurigem vom Grill konnten interessante Gespräche geführt und z.T. in der Vergangenheit geschwelgt werden… Bei den Führungen durch die Elektronikfertigung erläuterte Ronny Kirschner den SMD-Prozess und stellte die High Speed Bestückungsanlage FUJI NXT vor. Auch die KIRRON lighting GmbH & Co KG und die KIRRON light components GmbH & Co KG präsentierten sich auf dem Gelände.  >>

30 Jahre KIRRON

30 Jahre KIRRON


30 Jahre KIRRON - Wenn das kein Grund zum feiern ist…
Wir laden Sie herzlich ein, am 26. September in der Zeit von 10-15 Uhr mit uns zu feiern! Herr Kirschner, Gründer und Mitinhaber der KIRRON GmbH & Co KG,  wird interessierten Gästen bei einer Führung durch unsere Fertigung die High Speed Bestückungsanlage FUJI NXT vorstellen - das Herzstück unserer Produktionslinie. Das Jubiläumsfest findet in der Zuffenhauser Straße 83 in 70825 Korntal-Münchingen statt. Wir freuen uns auf Sie!  >>

KIRRON sponsort Stadtlauf

18. Münchinger Stadtlauf Siegerehrung


Wir bedanken uns bei allen Kindern und Jugendlichen für ihre Teilnahme am 18. Münchinger Stadtlauf des TSV Münchingen. Die Jugendläufe konnten mit SIFI TIMING elektronisch gemessen werden. Wir freuen uns, dass die zahlreiche Teilnahme ein Ausdruck für eine gelungene Veranstaltung ergänzend zum HobaFäschd war. >>


 

 

Sponsoring 18. Münchinger Stadtlauf

18. Münchinger Stadtlauf am Samstag, 13. Juni ab 18 Uhr

Der TSV Münchingen 1925 e.V. ruft alle Bambini, Schüler und Schülerinnen bis 13 Jahre und insbesondere Schulen/ Schulklassen auf, am Münchinger Stadtlauf teilzunehmen.

Die spannenden Laufwettbewerbe über 1 km für die 8- bis 9-Jährigen und über 2 km für die 10- bis 13-Jährigen werden am Stiegelplatz als mehrmalig durchzulaufender Rundkurs vor großer Zuschauerkulisse ab 19 Uhr gestartet.

Diese Läufe werden dank des großzügigen Sponsors, Firmen KIRRON und KIRRON Lighting GmbH & Co KG, sogar elektronisch gemessen. Zuvor begeistern die Bambinis ab 18 Uhr über ca. 600 m im Alter von 1 - 7 Jahren. Alle jungen Läuferinnen und Läufer – unabhängig vom Lauf- und Leistungsvermögen oder einer Vereinszugehörigkeit – sind im Sinne des traditionellen Lauffestes am HOBA-Fäschd herzlich eingeladen und willkommen.

Die ONLINE-Anmeldung für Einzel- und Sammelanmeldungen ist noch bis 6. Juni geschalten. Danach muss am Veranstaltungstag mit Gebühr nachgemeldet werden. Neben dem Lauferlebnis gibt es für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Urkunde, für die Bambinis dank unseres Sponsors eine Ankleideüberraschung sowie für die weiblichen/männlichen Platz-Schnellsten 1-3 entsprechende Sachpreise. Alles Weitere, wie auch begeisternde Fotos des letzten Jahres, unter www.tsv-muenchingen.de unter der Rubrik Leichtathletik - auch im Amtsblatt.

Amtsblatt Korntal-Münchingen KW23 (pdf) >>

Vielen Dank für Ihren Besuch!

KIRRON Nürnberg embedded 5/5-311
 

 

Herzlichen Dank für die guten Gespräch auf der embedded world in Nürnberg! Das KIRRON Team freut sich auf eine gute Zusammenarbeit! >>





embedded world 2015

KIRRON embedded world 2015 5/5-311
 

 

Auch dieses Jahr sind wir von 24. - 26. Februar auf der embedded world in Nürnberg anzutreffen. Das KIRRON Team freut sich auf Ihren Besuch in Halle 5/5-311! >>





electronica 2014

KIRRON electronica 2014 Stand
 

 

Das KIRRON Team bedankt sich bei allen electronica Besuchern für die tollen Gespräche! Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit Ihnen! >>





electronica 2014

KIRRON auf der electronica 2014 München
 

 

Von 11. - 14. November finden Sie uns in Halle A3 am Stand 303 auf der electronica in München! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! >>





KIRRON Beach Saison 2014

KIRRON Beach Korntal-Münchingen
 

 

Nach einer erfolgreichen und herrlichen Beachsaison 2014 auf der KIRRON-Beachanlage geht es nun langsam auf die Winterpause zu. Das KIRRON-Beachfeld konnte von seinen Nutzern den Sommer über wieder in vollem Umfang in Anspruch genommen werden. Viele Nutzer kommen aus den Reihen des TSV Münchingen, aber auch von Firmen und anderen Gruppen wird die Anlage regelmäßig besucht. Das Beachfeld steht im nächsten Jahr ab April wieder allen Beachern zur Verfügung.


Neue Produktionsüberwachung

Produktionsüberwachung an FUJI Linie
 

 

Seit Ende Februar arbeiten wir mit unserer neuen Produktionsüberwachung Promatix Linealyzer, die an unserer FUJI Linie installiert ist. Die Mitarbeiter sind auf dem System geschult und in der Lage ihre eigene Leistung zu kontrollieren. Auf dem über der Linie installierten Dashboard (siehe Foto) haben wir jederzeit die Effektivität im Blick. Zeitfressende Engpässe werden online erkannt und angezeigt. Der Operator kann sofort reagieren.

Mit dem Linealyzer haben wir ein Analysewerkzeug zur Verfügung, das mit geringem Aufwand wertvolle Fertigungsdaten sammelt und übersichtlich zur Verfügung stellt. >>



BOGY Praktikum bei KIRRON

BOGY Praktikum bei KIRRON
 

 

Diese Woche hatte das KIRRON Team freundliche Unterstützung von zwei Schülern des Korntaler Gymnasiums. Die beiden 10.-Klässler absolvierten ihr Praktikum als Berufs- und Studienorientierung.

Wir wünschen ihnen für ihren weiteren Bildungsweg alles Gute und viel Erfolg! >>











embedded world 2014

KIRRON auf der embedded world 2014
 

 

Von 25.-27. Februar finden Sie uns in Halle 4/4 - 644 auf der embedded world in Nürnberg! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! >>





Wartung bei KIRRON

Wartung KIRRON KIWO Einspruehen Wartung KIRRON KIWO Ergebnis

 


Nicht nur bei unseren Produktionsanlagen, sondern  auch bei der Wartung und Reinigung setzt KIRRON auf innovative und verbesserte Produkte die am Markt erhältlich sind.

Dem Kunden ist selten bewusst dass im Zuge der Wartung von Lötanlagen diese häufig im Innenraum oder deren Filter regelmäßig von Flussmittelresten gereinigt werden müssen. Diese Arbeit ist notwendig um langfristig einwandfreie Lötergebnisse zu garantieren. Gleichwohl war diese Arbeit bisher eher unangenehm durchzuführen da die bisher üblichen Reinigungsmittel im Allgemeinen unangenehm riechen.

In einem von uns mit der Firma KIWO im Januar gemeinsamen durchgeführten Versuch kamen wir zu dem Ergebnis, dass der neu getestete Reiniger im Vergleich zu den bei uns bisher eingesetzten Reinigern sehr gut abschloss.

Sehr gute Reinigungsergebnisse bei geringerer Zeit- und Geruchsbelastung helfen auch bei diesem wenig bekannten Thema unsere Performance ständig zu verbessern. >>









2014

Auch in 2014 wird KIRRON weiterhin in den Ausbau seines Maschinenparks investieren. KIRRON wird sein Promatix Linealyzer mit einem Visualisierungssystem in der Fertigungshalle ausstatten. Mit Hilfe des Monitors kann der Mitarbeiter Abweichungen zur angestrebten Produktionszeit in Echtzeit erkennen. Bisher konnten erst nach der Produktion die eventuell aufgetretenen Probleme analysiert werden. In Zukunft kann man nun schneller reagieren und sofort eingreifen und somit größere Zeitverschiebungen minimieren. Die Einführung ist Mitte Februar geplant.

Unsere Mechanik wird um eine neue Technologie bereichert werden: Ultraschallschweißen. Mit unserer neuen Ultraschallschweißpresse deren Einführung in KW10 / 2014 geplant ist werden zukünftig die komplett geprüften SMD Platinen mit allen Anschlusskabel in das kundenspezifische Gehäuse verschweißt. Die Anlage von dem schweizerischen Unternehmen RINCO gefertigt gehört zu den Marktführern in diesem Bereich. Kunststoffgehäuse bis zu einer Größe von ca. DIN A5 lassen sich mit unserer Maschine über die gesamte Kontur verschweißen. >>


Ingenieurnachwuchs aus Stuttgart besichtigt KIRRON

Zu Besuch kamen am Freitag, den 15.November ca. 16 Studenten der DHBW aus Stuttgart zusammen mit Ihrem Dozent Herrn Windisch.

Aufgeteilt in zwei Gruppen wurde den Studenten unsere moderne SMD Elektronikfertigung gezeigt und in Ihren Grundzügen erläutert. Besonders die FUJI NXT 2 Bestücklinie hatte es den Studenten angetan. Die Studenten waren fasziniert von der Feinheit der Bauteile und der Präzision und Geschwindigkeit mit der die Bauteile auf die Leiterplatten bestückt werden.

Die beiden sehr interessierten Gruppen stellten auf Anhieb die richtigen Fragen die fachkundig von Herrn Dipl.-Ing. Ronny Kirschner, dem Gründer und Inhaber der KIRRON GmbH & Co KG, erklärt wurden. Er selbst gründete die Firma als Student und hat die gesamte technische Weiterentwicklung der SMD Bauteile bis heute durchlebt und konnte dadurch interessante Einblicke geben. Der Besuch endete nach ca. 1,5 Stunden mit einer Fragerunde in der noch offene Themen kurz vertieft wurden. Anschließend ging es zurück an die Hochschule.

Wir freuen uns immer, wenn uns interessierte Gruppen von Schülern und Studenten besuchen. Gerne zeigen wir auf, dass eine Elektronikfertigung mit Niveau auch in Deutschland noch lange lohnenswert sein kann. >>

 

Neue Homepage

Wir freuen uns Ihnen heute unsere neue Homepage präsentieren zu können. Sie bietet Ihnen die Möglichkeit - umfassender als bisher - sich über eine Auswahl von verschiedenen technischen Möglichkeiten, die unser Haus bietet, ein kurzes Bild zu machen. Auf eine technisch ausführlichere Darstellung aller unserer Möglichkeiten haben wir bewusst verzichtet, hoffen aber trotzdem, dass unsere technische Kompetenz zum Ausdruck kommt.
Über unser Kontaktformular können Sie sich auf einfachem Wege - auch mit Datenanhang - mit uns in Verbindung setzen.

Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit Ihnen. >>

 

smt hybrid packaging 2013

smt hybrid packaging 2013 Start

 

Ab heute finden Sie uns am Stand 7-400 auf der smt hybid packing in Nürnberg! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Investitionen in Software und Fräsmaschine

Investitionen in Software und Fräsmaschine

Gut gerüstet für viele Aufträge

KIRRON EMS hat seinen Maschinenpark erweitert und damit seine Kapazität deutlich erhöht. Erst vor 15Monaten investierte KIRRON in die Fuji-Maschine NXT-II. Jetzt kommen die Software Bay-2 ERP/MES von Bay-Soft und eine zweite Fräsmaschine M85 von Datron hinzu. Dadurch kann der EMS seine Kapazität nun vervielfachen. Mit der Software Bay-2 erleichtern sich die internen Abläufe erheblich. Durch die Anschaffung einer zweiten Fräsmaschine M85 von Datron können unter anderem kundenspezifische Gehäuse und Frontplatten noch schneller, zuverlässiger und präziser bearbeitet werden.

SMT hybrid packaging April 2013 S.3

 

smt hybrid packaging 2013

smt hybrid packaging 2013 Stand 7-400

 

Auch auf der smt hybid packing stellt die KIRRON GmbH & Co KG aus! Wie auch auf der embedded world finden Sie jederzeit einen kompetenten Mitarbeiter für Fragen im Bereich der Firma KIRRON light components GmbH & Co KG an unserem Stand, der Sie gerne in Ihren individuellen Projekten berät.

Beide Firmen freuen sich auf Ihren Besuch in Nürnberg!

 

 

 

 

 

 

embedded world 2013

embedded world 2013 Halle 4/4 - 442

 

Wir stellen aus! Auch für Fragen im Bereich unserer Tochterfirma KIRRON light components GmbH & Co KG (funktionale LEDs und Komponenten) finden Sie jederzeit einen kompetenten Mitarbeiter an unserem Stand, der Sie gerne in Ihren individuellen Projekten berät.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

 

 

 

promatix Anwenderworkshop in Lappland

Promatix Anwenderworkshop Lappland

Anfang März fand der erste promatix Linealyzer - Anwenderworkshop im tief verschneiten Ruka am Polarkreis statt. Den Teilnehmern aus Geschäftsführung und Management der promatix-Kunden wurde ein umfangreiches Programm zum Thema Produktivität und Veränderungsprozesse geboten. Das Rahmenprogramm führte in die einzigartige Natur Lapplands und bleibt allen Teilnehmern unvergessen.

promatix.de

 

 

embedded world 2012

embedded world 2012 Halle 4/4 - 442

KIRRON GmbH & Co KG stellt in Nürnberg aus! Besuchen Sie uns auf der embedded world 2012 in Halle 4 / 4 an Stand 442.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

01005 ohne Probleme

01005 ohne Probleme Philipp Spieß Gordon Klafki

Kirron investiert


Die Kirron GmbH & Co KG wächst mit ihren Kunden und stellt sich mit ihrer SMT-Linie auf die steigenden Stückzahlen der Kunden ein. Mit der Entscheidung, in ein AOI-Inspektionssystem von Viscom und in eine Fuji NXT II-Bestückungslinie zu investieren, hat sich die Produktionsleistung vervielfacht. Dies schafft nicht nur Kapazität, sondern auch neue Flexibilität. Kunden die bisher beim Bau von Prototypen der Kirron vertraut haben, können nun auch zusätzlich größere Serien bei Kirron produzieren lassen. Mit der Anschaffung dieser Maschinen können künftig auch 01005-Bauelemente als Standard verarbeitet werden.

productronic 11 / 2011   /   all-electronics.de

 

 

Video-Bericht: Software für die SMT

Software in der Fertigungstechnik Ronny Kirschner

 

Podiumdiskussion zur Software in der Fertigungstechnik: Gerade der Mittelstand hat bei diesem Thema noch Berührungsängste. Doch nur der gezielte Einsatz hilft, auf dem Markt zu bestehen. Hilmar Beine, Chefredakteur der Fachzeitschrift productronic, stellt in seiner Podiumsdiskussion auf der SMT/Hybrid/Packaging die Software-Frage: Was lohnt sich wann? Eine Stunde lang diskutieren Hersteller und Anwender. Mit dabei: Peter Erhard (Handke), Hubert Schönle (Promatix), Reinhard Pollak (Repotech für Mimot), Ronny Kirschner (KIRRON). Im Interview ziehen Moderator und Teilnehmer ihr jeweiliges Fazit.

all-electronics.de

 

 

25 Jahre KIRRON - EMS mit Weitblick

Vor 25 Jahren wurde von Ronny Kirschner während des Studiums die Kirron (www.kirron.com) gegründet. Der erste Auftrag war die Montage der Antriebseinheit für das elektrische Verdeck des 911 Porsche Cabrios. Im Laufe der Zeit und nach Abschluss des Studiums im Bereich Feinwerktechnik wurde es so richtig ernst. Es wurde in eine SMT-Fertigung investiert und man startete mit selbst entwickelten Platinen für den Maschinenbau. Solide finanziert wuchs das Unternehmen mit Maß und konzentrierte sich immer auf Prototypen und Kleinserien im qualitativ hochwertigen Bereich. Die sehr frühe Verarbeitung von BGAs wurde flankiert durch die Anschaffung eines Röntgensystems. Durch Übernahme der Dienstleistung Röntgeninspektion von Heeb Inotec wurde ein zusätzliches Standbein geschaffen.

Schon immer fertigte die Kirron auch komplette Geräte und besitzt eine eigene mechanische Fertigung. Als Dienstleister für große Industriebetriebe erfüllt man mit ca. 20 qualifizierten Mitarbeitern schon immer höchste Ansprüche. Diese EMS-Dienstleistung wird heute vorwiegend auf Maschinen von Mimot, Asys, Asscon, IBL, Viscom und Martin durchgeführt und stellt auch kritische Kunden zufrieden. Eigene Untersuchungen im Bereich der Löt- und Verbindungstechnik sowie eigene Entwicklungen in der Fertigungstechnik verschaffen dem Unternehmen den nötigen technischen Vorsprung um auch in dieser Betriebsgröße für die Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben.


all-electronics.de

25 Jahre KIRRON GmbH & Co KG

25 Jahre KIRRON GmbH und Co KG

Vor 25 Jahren gründete Ronny Kirschner noch während seines Studiums die KIRRON. Sein erster Auftrag: die Montage der Antriebseinheit für das elektrische Verdeck des 911 Porsche Cabrios. Nach Abschluss seines Studiums im Bereich Feinwerktechnik investierte R. Kirschner in den Bereich der SMD-Fertigung und startete mit einem Fritsch Place All in die Bestückung der ersten selbst entwickelten Platinen für den Maschinenbau. Solide finanziert wuchs das Unternehmen und konzentrierte sich auf Prototypen und Kleinserien im qualitativ hochwertigen Bereich. Die sehr frühe Verarbeitung von BGAs wurde flankiert durch die Anschaffung eines Röntgensystems. Durch Übernahme der Dienstleistung Röntgeninspektion von der heeb inotec wurde ein zusätzliches Standbein geschaffen. Heute profitieren die Kunden von den Erfahrungen aus 10 Jahren Röntgenuntersuchungen in allen Bereichen der gesamten Montage- und Verbindungstechnik.



Schon immer produziert die KIRRON komplette Geräte in ihrer eigenen mechanischen Fertigung. Als EMS-Dienstleister für große Industriebetriebe erfüllt das Unternehmen mit seinen zwanzig qualifizierten Mitarbeitern höchste Ansprüche und stellt auch kritische Kunden zufrieden.

Die Umsetzung dafür wird vorwiegend auf Maschinen von Mimot, Aysy, Asscon, IBL, Viscom und Martin durchgeführt. Eigene Untersuchungen im Bereich der Löt- und Verbindungstechnik sowie eigene Entwicklungen in der Fertigungstechnik verschaffen KIRRON den nötigen technischen Vorsprung um auch in dieser Betriebsgröße für die Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Das Unternehmen sieht sich für die Zukunft gut gerüstet und freut sich mit allen Kunden, insbesondere auch jenen, die ihnen schon 25 Jahre die Treue gehalten haben, auf neue spannende Herausforderungen.

PLUS 5 / 2010

 

 

Auftragsfertigung

BGA-Lötung innerhalb einer Röntgenanlage

 

"Kirron feiert dieses Jahr sein 24-jähriges Bestehen und wird sich selbst treu bleiben", so Ronny Kirschner, Geschäftsführer von KIRRON in Korntal bei Stuttgart. Nach dem Motto lieber etwas weniger an gefertigten Stückzahlen aber dafür mehr Technologie, Anspruch und Qualität. Highlights aus der Vergangenheit bei KIRRON waren schon immer das Bestücken von Kleinserien und Mustern, die auch gerne mit Mechanik kombiniert sein können. Kleine Arbeitsproben gibt es im Film.

 

all-electronics.de





Hören ohne zu stören

Hören ohne zu stören Linealyzer Promatix Hören ohne zu stören Juergen Brag Philipp Spieß

 

"Dauer-EKG" hilft SMT-Linienschwächen aufzudecken

Auch wenn man glaubt, dass die eigene SMT-Linie optimal ausgelastet ist, wie sicher kann man da wirklich sein? Erst durch einen systematischen Produktivitätscheck kann man wirklich erfahren, ob nicht doch irgendwo verschenkte Potenziale schlummern oder gar der "Infarkt" droht: Der Elektronik-Dienstleister Kirron hat dabei auf ein einfach zu installierendes und am Ende preiswertes System von Promatix zurückgegriffen - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Eine SMT-Linie produziert am effektivsten, wenn vor jedem System immer eine Baugruppe wartet, jedes System die fertige Baugruppe sofort abgeben kann und alle Bauteile, Materialien und Komponenten ausreichend vorhanden sind. Daraus ergeben sich folgende Fragen: Wo, wann, wie lange treten Störungen bzw. Unterbrechungen auf? Wer wartet auf wen? Wo liegen die Engpässe? Welchen Einfluss hat das Verhalten des Personals auf die Linien-Leistung? Wie exakt arbeitet die Materialflusssteuerung? Wie steht es um die Prozesssicherheit? Was nützen die besten Maschinen- bzw. Linienoptimierungsprogramme, wenn der Drucker, der Bestücker, der Lötofen, die AOI-Systeme, die Handarbeitsplätze die Baugruppe nicht rechtzeitig zugeführt bekommt, bemerkt Jürgen Brag (Bild 2) von Promatix, der erst vor kurzem die Installation des Linealyzers beim EMS-Dienstleister Kirron in Korntal bei Stuttgart organisiert hat. Bei Kirron sind zwei hochflexible Bestückungsautomaten miteinander so verbunden, dass sie gemeinsam oder einzeln genutzt werden können. Hier greift die Bestückerspezifische Optimierungssoftware normalerweise recht wirkungsvoll. Wenn man aber die Bestückung im Zusammenhang mit anderen Prozessschritten sieht, kommt unser Linealyzer zum Zuge. Geht man davon aus, dass es immer 3 bis 4 Systeme in einer SMT-Linie gibt, die das Potenzial haben, die Produktivität zu fördern oder auszubremsen, je nachdem wie der gesamte Fertigungsfluss optimiert wurde, ist es durchaus interessant, ganz einfach festzustellen wann und wie viele Baugruppen einem Prozess zugeführt werden und auch wann und wie viele Baugruppen wieder die Maschine verlassen.


Produktivität steigern
Wir haben bei Losgrößen von 1 bis 100 und manchmal 1 000 bis 10 000 natürlich immer wieder das Problem, dass wir uns eigentlich sicher sind, unsere Maschinen optimal ausgelastet zu haben, erläutert Philipp Spieß (Bild 2) von Kirron. Doch ganz genau wissen tun wir es eben nicht. Wenn wir wissen, welcher Auftrag auf uns zukommt und wie wir ihn am besten abarbeiten können, stützen wir uns auf Erfahrungswerte, deren Richtigkeit und vor allem Aktualität wir eigentlich nicht kennen. In Wirklichkeit - und das haben wir bei Promatix zum Anlass genommen unsere Systemlösung zu entwickeln - haben wir bei dieser für einen Dienstleister typischen Arbeitsweise aber immer wieder kurze, teilweise kaum wahrnehmbare Unterbrechungen, so Brag. Dazu kommt - und auch das liegt in der Natur der Sache - dass immer die vermeintlich wichtigste Störung zuerst beseitigt wird. Am Ende zählt aber der Output am Ende der Linie. Der Ansatz von Promatix ist es, Maschinen- Ein- und -Ausgänge quasi wie bei einem EKG kontinuierlich zu registrieren, um Unterbrechungen zeitlich genau detektieren zu können, damit Fehlerursachen überhaupt erkannt werden können und die Produktivität gesteigert werden kann.

Hören ohne zu stören
Hören ohne zu stören heißt, dass der Linealyzer (Bild 1) mit entsprechenden Interface-Detektoren vor und nach der Prozessmaschine via Netzwerkkabel verbunden wird, ohne den Betrieb der einzelnen Maschinen nur im geringsten zu stören. Wir waren erstaunt, dass die Installation von Promatix bezogen auf zunächst 3 Maschinen innerhalb von 3 Stunden erledigt war, ohne dass wir unseren Betrieb irgendwo unterbrechen mussten, betont Philipp Spieß. Auch irgendeine zusätzlich Tätigkeit von Seiten der Mitarbeiter während des laufenden Betriebes oder sonst wie ist nicht notwendig. Das System macht quasi seine Arbeit lautlos im Hintergrund, also ohne zu stören. Dafür ist es dann umso spannender die ermittelten Daten zu analysieren bzw. zu interpretieren. Hierzu bedurfte es natürlich schon einer 4-stündigen Schulung vom Hersteller.

Sehen und verstehen
Wenn man Produktivität als die Anzahl der gefertigten Baugruppen pro Zeiteinheit begreift, liegt es auf der Hand, dass man seine Kennzahlen pro Baugruppe, pro Auftrag, pro Schicht, pro Tag, pro Woche, pro Monat usw. kennen sollte. Wertvolle Kennzahlen erfährt man natürlich von vornherein, wenn man sich die Leistungsmerkmale einer Maschine bereits beim Hersteller abruft. Was in der verketteten Linie passiert, das kann man allerdings nicht so einfach erkennen, erklärt Jürgen Brag. Der Linealyzer registriert zeitlich exakt zugeordnet jede eingehende und ausgehende Baugruppe, erkennt so wo und wann eine Maschine konkret stillsteht und stellt diese Daten in grafisch komfortabel aufbereiteter Form zur Verfügung, damit der Fertigungsverantwortliche die Fehlerursache - und sei sie noch so banal - konkret festmachen und beseitigen kann.

Fazit: Wissen statt vermuten
Erstaunlich waren für mich die ersten Ergebnisse insofern, als dass ich ganz andere Maschinen im Verdacht hatte, die Produktion auszubremsen, als mir der Analyzer am Ende gezeigt hat, erläutert der Fertigungsverantwortliche Philipp Spieß. Es waren also andere Ursachen, als ich vermutet habe: Allein bezogen auf die Stunden eines Tages zeigt sich, dass früh morgens die Produktivität einfach durchweg schlechter ist, als am Mittag oder Abend. Da kommt man schnell zu dem Schluss, einmal über den Zeitpunkt von Pausen nachzudenken. Lohnt es sich wirklich nachmittags oder Abends ein neues Los zu fertigen? All solche Fragen würden ohne den Analyzer bei uns nicht ohne weiteres gestellt und vor allem beantwortet werden können. Die Transparenz, welche Auswirkungen eine bestimmte Maßnahme - seien es bestimmte Maschinenparameter, die Auswirkung einer Produkteinführung auf das AOI-System, ein Schichtwechsel etc. - wirklich nach sich ziehen kann, ist bei uns im Hause Kirron enorm größer geworden. Der Aufwand, sporadisch Informationen aus dem Linealyzer-System abzurufen ist minimal, eine Wartung ist nicht notwendig. Insofern hat sich der für uns auch noch durch ein attraktives Mietangebot überschaubare Invest mehr als gelohnt.

productronic 4 / 2009

 

 

Das Problem Lunker

Das Problem Lunker Peng Das Problem Lunker

Der BGA-Lötprozess unter dem Röntgenmikroskop


Lunker sind vor allem im Zusammenhang mit dem Löten von BGAs eine ärgerliche und manchmal auch schädliche Angelegenheit. Kirron hat als EMS-Unternehmen und Dienstleister im Bereich Röntgeninspektion inzwischen eine Menge Erfahrung gesammelt, wie Lunker entstehen und vor allem, wie sie sich reduzieren lassen.

Kirron, 1985 gegründet, fertigt seit 1995 als EMS-Dienstleister Flachbaugruppen in SMD-Technik, vorwiegend Prototypen und kleine Serien. Seit ca. 8 Jahren werden BGAs verarbeitet und die Qualität mit Hilfe von Röntgenprüfungen sichergestellt. Mit der Einführung von bleifreien Loten hat sich das schon länger bekannte Problem der Bildung von Lunkern in den Lötverbindungen verschärft. Wichtigste Erkenntnis: Die Lunkerbildung ist kein reproduzierbarer Prozess! Vor allem beim Löten von BGAs entstehen durch Wärme und mechanische Belastung Spannungen, die z. B. zu Rissen in den Lötstellen führen können. Ein homogenes - also frei von mechanischen Spannungen - Lotgefüge wirkt dem entgegen. Diese wird begünstigt durch ein angepasstes Layout, die richtige Auswahl von Komponenten sowie eine durchdachte Prozessführung.

Layout für weniger Lunker
Beim Layout ist z. B. auf das Lotmaskendesign zu achten. Die Restringbreite und die Breite des Leitbahnzugsanschlusses bei NSMD (Non Solder Mask Define Design) sollten nicht zu groß sein. Im Gegensatz dazu besteht bei den Solder Mask Defined-Layouts keine Inhomogenität, weil das Pad durch die Maske eindeutig definiert wird. Aber auch das Paddesign sollte so ausgelegt werden, dass Bauelemente und Leiterplatten-Pads den gleichen Durchmesser aufweisen, damit es nicht zu unnötigen mechanischen Spannungen und damit Rissen in der Lötstelle kommt. Ebenso nachteilig wirkt sich eine Verbiegung der Leiterplatte oder gar des BGAs selbst aus, auch wenn das Leiterplattenmaterial in den letzten Jahren in dieser Hinsicht besser geworden ist.

Was beeinflusst die Bildung von Lunkern?
Lunker entstehen durch das Zusammenwirken von Flussmittelchemie und Lotlegierung beim Reflow. Dabei spielen die Lotpaste, der Reflowprozess und die Leiterplattenoberfläche ebenso eine Rolle, wie eventuell unterschiedliche Legierungen der Lotpaste und der Balls sowie die Konstruktion des BGAs selbst. Lunker führen zu Brückenbildung, zu Kontaktabrissen oder zu schwachen Anbindungen und mögen kein Vakuum um sich (Luft- und Raumfahrt). Praxis-Tipps gegen Lunker Untersuchungen, die 2006 durchgeführt worden sind, zeigen, dass unterschiedliche Druckgeometrien zu keiner Reduzierung der Lunkerbildung führten. Vielmehr reduziert die Auswahl einer für den Betrieb geeigneten Paste eindeutig die Bildung von Lunkern. Je nach Paste kann die Lunkerbildung zu- oder abnehmen. Mit den heute ausgereifteren bleifreien Lotpasten besteht dieses Problem immer noch, allerdings nicht mehr mit derartigen Auswirkungen. Eine Reduzierung des Lotpastenvolumens reduziert ebenso die Lunkerbildung, was sich mit der Reduzierung des Flussmittels erklären lässt. Wo keine Paste, da kein Lunker. Untersuchungen mit verschiedenen Leiterplatten zeigten, dass das größte Problem Buried und Unplugged Vias sind. Also ist es ratsam, die Vias zu pluggen, zu füllen. Dies löst noch nicht alle Probleme, ist aber zu empfehlen. Die Prozessparameter beeinflussen natürlich ebenso das Lötergebnis: Ist die Differenz zwischen Ober- und Unterhitze zu groß - meistens wird die Unterhitze zu hoch eingestellt - kommt es vermehrt zu Lunkern. Ein Video zur Entstehung von Lunkern von Kirron befindet sich auf der productronic Multimedia CD in dieser Ausgabe der productronic: kirron_xray-reflow.wmv

productronic 5 / 2008

 

 

Fokus Inspektionstechnologie

Zweitägiges Technologie-Forum in Hannover

Viscom veranstaltete am 20. und 21. Februar 2008 sein Technologie-Forum mit Themen zur optischen Inspektion und zur Röntgenprüfung. Neben einer attraktiven Mischung aus Fachvorträgen und Anwenderberichten wurde den rund 250 Teilnehmern auch ein Workshop angeboten, während dessen sich jeder über sein individuell ausgesuchtes Thema informieren und weiterbilden konnte. Auftrakt der zwei Veranstaltungstage war das Anwendertreffen für alle Kunden des Unternehmens. So waren im Workshop-Angebot unter anderem Themen zur Benutzeroberfläche EasyPro3D und Zusatzfunktionen der neuen Software-Release bis hin zur 8M-Sensorik, im Bereich Röntgeninspektion die Minuten-CT, einfache Wartung von Röntgenröhren oder Semiautomatische Röntgenprüfung, zu finden.

Nach dem Mittagessen startete das Technologie-Forum mit den Vortägen. Volker Pape, der Vorstand des Unternehmens, begrüßte die Zuhörer mit einigen Neuigkeiten aus dem eigenen Hause. So wurde der Bereich Service im Unternehmen reorganisiert und wird nun als seperater Geschäftsbereich gehandelt, um die Serviceleistungen zu verbessern. Eine Hotline steht dem Kunden 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

Der erste Vortrag von Prof. Dr. Günter H. Hertel, Vice President Research & Technology DaimlerChrysler, jetzt Präsident Europäisches Institut für Postgraduale Bildung an der TU Dresden, handelte über "Automobile Trends und Innovationsprozesse". Er differenzierte zwischen Hardware- und Software-Produkten und sprach über die Trends im Automobilsektor. Mit seinen Ausführungen machte er deutlich, dass es bei Innovationen nicht darum geht, die Zukunft zu erkennen, die man für wahrscheinlich hält. Technologien, die heute noch wenig bekannt sind, können morgen schon konventionelle Technologien ersetzen. Die Zukunft sollte aufgezeigt werden, die man im Bereich des Möglichen sieht. Eine Aufgabe der Zukunftsforschung dabei ist unter anderem, die Treiber der Trends zu analysieren. Durch viele Beispiele aus der Automobilentwicklung zeigte er auf, dass die Strukturen unserer heutigen Zeit nicht fortschreibbar sind. Die gesellschaftlichen Rollenbilder ändern sich und die Märkte werden dadurch individueller, obwohl globale Entwicklungen für den lokalen Erfolg bedeutend sind. Bei Innovationsprozessen ist es wichtig, eventuelle Umbrüche und Diskontinuitäten zu berücksichtigen. Ein Beitrag, der im Anschluss eine rege Diskussion hervorrief.

Matthäus Sigl von der BMK professional electronics referierte dann über den praktischen Einsatz von Klarschrift- und Datamatrix-Erkennung. Nach einer allgemeinen Vorstellung des Unternehmens kam er über die Herausforderungen der Automatischen Optischen Inspektion (AOI) zur OCR-Erkennung. Es war zu hören, dass eine OCR-Erkennung die Anzahl kostspieliger Fehler reduziert, die DMC-Erkennung die Produktivität erhöht und ein sinnvoller Einsatz beider Verfahren den Nutzen der AOI erhöht.

Nach einer stärkenden Pause konfrontierte Michael Gasch von Data4PCB seine Zuhörer mit den Fakten, Zahlen, Zukunftstrends sowie der Frage "Wie entwickelt sich die Elektronikindustrie?". Als bekannter und anerkannter Fachmann der Elektronikindustrie präsentierte er andhand umfangreicher Zahlenmaterialien eindrücklich und interessant die Veränderungen in der Leiterplattenindustrie. Aus seiner Sicht hält die Verlagerung von Großserien nach China an, jedoch die kleineren Abnehmer kehren wieder zurück. Die europäischen Hersteller konzentrieren sich auf die Sparten Prototypen, Muster und Kleinserien sowie Produktneuanlauf und -auslauf. Er betrachtete die vielfältigen Einflussfaktoren der Leiterplatten-Produktion und ging beim Vergleich chinesischer und europäischer Lieferanten auch auf die unsichtbaren Baschaffungskosten wie Liefer- und Transportzeiten, Qualifikationen des Personals, Reisekosten und mehr ein. Seine umfangreiche Betrachtung verschaffte den Zuhörern ein besseres Verständnis der Branche, sie erfuhren über die Treiber der Entwicklung und erhielten damit einen Blick in die Zukunft. Die Herausforderungen der Branche liegen nach wie vor in den kleineren Abmessungen mit gleichzeitig höherer Bauteildichte und damit steigender Verlustleistung.

Als abschließende Vortäge des ersten Tages informierten die einzelnen Bereichsleiter des Veranstalters über die technischen Neuerungen in ihrem jeweiligen Bereich. Peter Krippner, der Bereichsleiter SP (Serienprodukte) stellte unter anderem die neue Bedienoberfläche EasyPro3D sowie das Prüfsystem S3088-II mit der neuen 8M-Sensorik inklusive OnDemandHR vor. Die bauteilorientierte Programmierung wird dabei weiter intensiviert. Die Neuerungen aus dem Bereich NP (Neue Produkte) wurden dann von Rolf Demitz zur Sprache gebracht. Er stellte die VisCam-Technologie in Band-Systemen und die Entwicklung einer universellen, orthogonalen Prüfzelle für kundenspezifische Anwendungen vor, um anschließend an Dr. Udo E. Frank weiterzugeben, den Bereichsleiter XP (Röntgeninspektion). Er präsentierte die aktuellen Entwicklungen in der Computer-Tomografie-Röntgenprüfung und schnitt die Weiterentwicklung der Bedienoberfläche XMC sowie die Einbindung digitaler Detektoren an. Volker Pape stellte dann zum Abschluss die neuen Infrarotprüfsysteme des neuen Geschäftsbereichs IP (Produkte für die Halbleiterinspektion) und deren Einsatzmöglichkeiten vor. Das folgende Get-Together mit italienischem Buffet und musikalischer Unterhaltung bot reichlich Gelegenheit, um das bereits Gehörte zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Carsten Franke, Geschäftsführer der Letron electronic, läutete den zweiten Tag mit seinem Vortrag über die Tomografie von porösen Werkstoffen ein. Er referierte über die EMS-, OEM-, und ODM-Branche, und machte mit seinen Ausführungen deutlich, dass die ODM-Branche stark an Dynamik gewinnt. Hier dominiert Taiwan am weltweiten Umsatz. Es gab detailierte Informationen zur Elektronikindustrie in Deutschland, Europa sowie im weltweiten Vergleich. So ist in Europa, speziell in Deutschland, der Bereich der Industrieelektronik stark vertreten durch spezialisierte Anwendungen. Innerhalb der Industrieelektronik sticht die Medizintechnik hervor. Der Anwenderbericht über Röntgen von BGAs und das Problem Lunker kam von Ronny Kirschner, Kirron. Das Unternehmen übernimmt auch Röntgen-Dienstleistungen und hat bereits viele Untersuchungen in diesem Gebiet durchgeführt. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen verdeutlichte der Redner das Problem Lunker anhand anschaulicher Bilder. Er Zeigte auf, dass Lunker beispielsweise zu Brückenbildung und Kontaktabrissen oder zu schwachen Anbindungen führen, um dann geeignete Wege zur Reduzierung der Lunker vorzustellen. Ein Film veranschaulichte das Aufschmelzen der BGAs und den Prozess der Lunkerbildung live, wofür das Unternehmen einen speziellen Lötofen entwickelte, um innerhalb der Röntgen löten und so die Entwicklung der Lufteinschlüsse zeigen zu können. Es folgte die Vorstellung des neuen Geschäftsbereichs IP (Infrarot-Produkte) von Viscom durch Volker Pape und Taufiq Habib. Unter dem Thema "Silizium durchleuchtet, ohne zu röntgen" stellten sie unter anderem die beiden Infrarotprüfsysteme MX100IR und MX2000IR vor, die eine automatische, hochgenaue Inspektion von Halbleiter-Wafern garantieren, und sich damit zur Prüfung von Bare-Wafern, Chips, MEMS, Wafer-Bonds, SOI und FlipChips eignen.

Manfred Tillmann von Schlafhorst electronics berichtete über den praktischen Einsatz von AOI-Systemen im Unternehmen. Der EMS-Anbieter führt eine optische Kontrolle nach jedem Fertigungsschritt durch. Überlagerte QS-Regelkreise sichern und verbessern dabei die Herstellungsprozesse eines Serienproduktes. Wichtig, so der Redner, sei eine ausreichende Testtiefe und die richtige Zusammenstellung und Reihenfolge der verschiedenen Messverfahren. Nach dem Lunch ging es in den Demoraum, wo die Inspektionssysteme des Unternehmens vorgeführt wurden und in Gesprächen untereinander die Einsatzbereiche bestimmter Prüftechnologien und spezielle Anwendungsfälle diskutiert wurden.

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer durch Prof. Dr. Wolfgang Ertmers Vortrag vom Institut für Quantenoptik, Leibniz Universität Hannover, in das Jahrhundert des Lichts mit der Frage, was Photonen eigentlich so sexy macht, geführt. Mit großartigen Animationen gab es eine Einführung in die Welt des Lichts und die Bedeutung und der Einsatz des Lasers wurden aufgezeigt. Ein spannendes Ende einer zweitägigen interessanten Veranstaltung.


EPP 3 / 2008

AOI und AXI im Fokus

AOI und AXI im Fokus Volle Besetzung AOI und AXI im Fokus Gespanntes Zuhören

Visom Technologie-Forum 2008

Rund 250 Teilnehmer informieren sich in diesem Jahr über Themen rund um die Optische Inspektion und Röntgenprüfung bei Viscom in Hannover. Dabei wurde erstmals auch der neue Geschäftsbereich IP (Produkte für die Halbleiterinspektion) vorgestellt.

Die seit Mai 2006 börsennotierte Viscom AG verfügt derzeit über mehr als 350 Mitarbeiter mit Niederlassungen in Atlanta, USA, Singapur und Paris sowie Applikationszentren in San Jose, USA, Shanghai und Guadalajara, Mexiko. Weitere Servicecenter gibt es in Shanghai und Shenzen, China.

Grund genug in der derzeit weiter auf Wachstumskurs liegenden Viscom AG ihr jährliches Branchentreffen wieder einmal mit Bravour zu absolvieren.

Auftakt der zwei Veranstaltungstage zum Technologie-Forum 2008 war das Anwendertreffen für alle Viscom-Kunden. Das Workshop-Angebot reichte hier von der Benutzeroberfläche Easy Pro 3D über Zusatzfunktionen der neuen Software-Release bis hin zur Vorstellung der neuen 8M-Sensorik. Auch die Röntgeninspektion war mit Themen wie "Die Minuten-CT", "Einfache Wartung von Röntgenröhren" und "Semiautomatische Röntgenprüfung" vertreten. Am Mittag wurden die Besucher des Technologie-Forums von Volker Pape, Vorstand der Viscom AG, begrüßt. Er betonte, dass die Viscom als weltweit Nummer 2 im Bereich AOI und Nummer 1 in Deutschland und Europa momentan vor allem mit der 8-Mega-Sensorik voll im Trend liege. Das Wachstum erfolge hauptsächlich in Asien und weil man leichte Schwächen beim Vertrieb im Stammland Deutschland registriert hatte, wurde gerade für den deutschsprachigen Raum einiges getan.


Mögliche Zukünfte aufzeigen
Den Eröffnungsvortrag mit dem Thema "Automobile Trends und Innovationsprozesse" hielt in diesem Jahr Prof. Dr. Günter H. Hertel, ehemaliger Vice President Research & Technology Daimler Chrysler. Er machte deutlich, dass es bei Innovationen nicht darum geht, die Zukunft zu erkennen, die man für wahrscheinlich hält, sondern, dass es darum gehen muss Zukünfte (Plural) aufzuzeigen, die man für möglich hält. Eindrücklich verdeutlichte er anhand von vielen Beispielen aus der Automobilentwicklung, dass Strukturen der Gegenwart oft eben nicht fortschreibbar sind und dass es bei Innovationsprozessen wichtig ist, diese Umbrüche und Diskontinuitäten zu berücksichtigen - ein Thema, das viele Besucher in seinen Bann zog und auch nach dem Vortrag für rege Diskussionen sorgte.

OCR und Datamatrix
Matthäus Sigl, BMK Professional Electronics GmbH, informierte über den praktischen Einsatz von Klarschrift- und Datamatrix-Erkennung die Produktivität und Prüfqualität der AOI erhöht und so die Anzahl teurer Fehler sehr einfach verringern kann.

Chancen für Europas LP-Industrie
Michael Gasch, Data 4 PCB präsentierte anhand von umfangreichem Zahlenmaterial sehr eindrücklich und spannend die Veränderungen un der Leiterplattenindsutrie. So sieht er zwar weiterhin eine Verlagerung von Großserien nach China, aber macht auch auf den Trend aufmerksam, dass kleinere Abnehmer wieder zurückkommen, weil die in China ihre Anforderungen nicht so umgesetzt sehen, wie sie sich das wünschen - eine klare Chance für Deutschland und Europa, insbesondere wenn es um Prototypen, Kleinserien oder Produktneuanlauf und -auslauf geht. Er betrachtete die vielfältigen Einflussfaktoren der LP-Produktion und ging bei dem Vergleich chinesischer und europäischer Lieferanten auch auf die unsichtbaren Beschaffungskosten wie Liefer- und Transportzeiten, Qualifikation des Personals, Reisekosten u.v.m. ein. Letztendlich eine umfangreiche Betrachtung, die ein besseres Verständnis der Branche ermöglicht, die Treiber der Entwicklung benannte und so einen Blick in die Zukunft gewährt.

EMS, OEM und OMD
Carsten Franke, Geschäftsführer der Letron Electronic GmbH verstand es, viele Daten aufschlussreich und spannend aufzubereiten: Er referierte über die EMS-, OEM- und ODM-Branche, wobei der Original Design Manufacturer - der Hersteller von kompletten elektronischen Modulen und Geräten für z.B. weltweite Markenprodukte - stark an Dynamik gewinnt. In diesem Geschäft dominiert Taiwan mit 77,4% am weltweiten Umsatz. Allerdings werden auch die Schattenseiten deutlich: Schaffen es diese Unternehmen nicht, ihr jährliches Wachstum um 24% zu steigern, sehen sie sich sehr schnell als Übernahmekandidat. Die Elektronikindustrie in Deutschland, Europa und im weltweiten Vergleich zeigt, dass in Europa und noch mehr in Deutschland der Bereich der Industrieelektronik stark vertreten ist. Spezialisierte Anwendungen machen hier ein Gros der Aufträge aus. Innerhalb der Industrieelektronik ist es wiederrum die Medizintechnik, die hervortritt. Ebenso erfreulich, vielleicht aber auch langfristig wieder bedenklich ist der hohe Anteil der Automobilelektronik in Deutschland.

Vom Werden der Lunker
Um "Röntgen von BGAs - das Problem Lunker" ging es im Vortrag von Ronny Kirschner, Kirron GmbH & Co KG. Kirron, mittlerweile Spezialist bei der Röntgeninspektion, übernimmt auch Röntgendienstleistungen und hat schon viele Untersuchungen auf diesem Gebiet durchgeführt. Viele anschauliche Bilder zeigen, dass Lunker z.B. zur Brückenbildung und Kontaktabrissen oder zu schwachen Anbindungen führen. Verschärft wird das Problem dadurch, dass z.T. gleiche ICs mit unterschiedlich legierten BGA-Balls ausgeliefert werden, so dass ein unverändertes Lötprofil plötzlich zu Fehlern führen kann. Kirschner zeigte im Laufe seines Vortrags Wege, die geeignet sind, Lunkerbildung erheblich zu reduzieren. Das Highlight des Vortrags war ein Film, der das Aufschmelzen der BGAs und den Prozess der Lunkerbildung live zeigte. Dazu hat man einen speziellen Lötofen entwickelt, um innerhalb der Röntgenanlage löten zu können und so die Entwicklung der Lufteinschlüsse während des Reflows zu demonstrieren.

Silizium "durchleuchten"
Volker Pape und Taufiq Habib, beide Viscom AG, erläuterten, wie man "Silizium durchleuchtet, ohne zu röntgen". Dabei wurden die beiden neuen Infrarotprüfsysteme MX100IR und MX2000IR vorgestellt, die eine automatische, hochgenaue Inspektion von Halbleiterwafern garantieren und so eine ideale Lösung Lösung für die Prüfung von Bare-EWafern, Chips, MEMSWafer-Bonds, SOI und Flipchips sind. Taufiq Habib erklärte wie die patentierte Si-Thru-Technologie mit ihren Infrarot-Lichtquellen funktioniert, die Silizium in nahezu jeder Dotierung transparent werden lässt, so dass Inspektion auch innenliegender Fehler sehr einfach möglich sind.

AOI in der Praxis
Über den "Einsatz von AOI-Systemen bei einem EMS-Anbieter" berichtete Manfred Tillmann, Schlafhorst Electronics AG. Bei Schlafhorst wird eine optische Kontrolle nach jedem Fertigungsschritt durchgeführt. Überlagerte QS-Regelkreise sichern und verbessern dabei die Herstellungsprozesse eines Produktes in der Serie. Ergebnis: Das AOI-System führt zu reproduzierbaren Prüfkriterien und in der Serienfertigung damit häufig zu einer besseren Qualität bei gleichzeitig geringen Kosten. Wichtig, so Manfred Tillmann, ist eine ausreichende Testtiefe und die richtige Zusammenstellung und Reihenfolge der verschiedenen Messverfahren.

Viscom News
Zum Abschluss des ersten Tages kamen die Bereichsleiter von Viscom selbst zu Wort und informierten über die technischen Neuerungen ihrer jeweiligen Bereiche. Peter Krippner, Bereichsleiter SP (Serienprodukte), stellte u.a. die neue Bedienoberfläche Easy Pro 3D und das Prüfsystem S3088-II mit der neuen 8M-Sensorik mit On Demand HR vor. Neuerungen aus dem Bereich NP (Neue Produkte) wurden von Rolf Demitz erläutert. Schwerpunkte bildeten die Viscam-Technologie in Bond-Systemen und die Entwicklung einer universellen, orthogonalen Prüfzelle für kundenspezifische Anwendungen. Anschließend erläuterte Dr. Udo Emil Frank aus dem Bereich XP (Röntgeninspektion) die aktuellen Entwicklungen in der CT-Röntgenprüfung. Last but not least stellte Volker Pape, Vorstand Viscom AG, die neuen Infrarotprüfsysteme des neuen Geschäftsbereichs IP (Produkte für die Halbleiterinspektion) und deren Einsatzmöglichkeiten kurz vor.

Inspektionssysteme zum Anfassen
Im großzügig ausgestatteten Demoraum konnten die Besucher in individuellen Gesprächen die Einsatzbereiche bestimmter Prüftechnologien kennenlernen und sich über ihren speziellen Anwendungsfall informieren. Hier bot sich dann auch zum ersten Mal die Gelegenheit, das automatische Desktopsystem MX100IR für die Halbleiterinspektion näher in Augenschein zu nehmen.

Das Jahrhundert des Lichts
Zum Ende der Veranstaltungsreihe entführte Prof. Dr. Wolfgang Ertmer vom Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover die Besucher in "Im Jahrhundert des Lichts" mit der Frage "Was macht Photonen eigentlich so sexy?". Sein spannender Vortrag mit großartigen Animationen zog trotz eines langen Tages die Zuhörer in seinen Bann. Er gab eine kurze Einführung in die Welt des Lichts und zeigte anhand von vielen Beispielen Bedeutung und Einsatz des Lasers.

productronic 4 / 2008

 

 

3D-MID für KMU

3D-MID für KMU JOERG KIRRON 3D-MID für KMU Ronny Kirschner

Dreidimensionale, spritzgegossene Schaltungsträger als Service


3D-MID-Lösungen, also dreidimensionale, spritzgegossene Schaltungsträger (www.3dmid.de) werden seit Jahren propagiert. Doch zur Anwendung kommt diese Technologie nur schleppend - oder halten sich etwa diejenigen, die damit bereits gutes Geld verdienen, einfach nur zurück? Jedenfalls hat diese Technologie bei Ronny Kirschner von Kirron soviel Eindruck hinterlassen, dass man zusammen mit Partnern elektronische Schaltungen auf der Basis von 3DMID seit kurzem als Komplett- oder Teilservice anbietet.

Als einer der kleineren EMS-Firmen in unseren Landen gehört Kirron Gmbh & Co.KG (www.kirron.de) zu denen, die neue Technologien gerne vorantreiben möchten, ohne den Blick auf das alltägliche Geldverdienen aus den Augen zu verlieren. Seit der SMT/Hybrid/Packaging offerieren die Korntaler vor den Toren Stuttgarts deshalb auch die 3D-MID-Technologie als unabhängiger Servicepartner (Bild 1). Ein Auszug auf der Website des 3D MID e.V. skizziert knapp die Vorteile eines solchen Schaltungsdesigns: 3D-MIDs ermöglichen die Verbindung von elektrischen und mechanischen Elementen und nahezu beliebig geformten Leiterplatten. Ferner erlauben sie völlig neue Funktionen und helfen bei der Miniaturisierung von Produkten. Durch die Einsparung mechanischer Bauteile wird die Montage vereinfacht und die Zuverlässigkeit erhöht. Die verwendeten Basiswerkstoffe sind ohne Zusätze flammhemmend, leicht zu rezyklieren und damitumweltverträglicher. Die gestalterischen und funktionalen Möglichkeiten sowie die großen Rationalisierungspotenziale der einsetzbaren Produktionsmethoden führen geradezu zu einen Quantensprung in der Elektronikproduktion. Was viele davon abhält, mit 3D-MID einzusteigen, sind zusätzliche Prozesse, über die eine Normale Elektronikentwicklung, ein Standard Leiterplattengalvanik und schon gar keine SMT-Fertigung verfügt.

Deshalb stellen wir Interessenten ja auch gerne jeden Teilprozess als Service zur Verfügung, den er braucht, erläutert Ronny Kirschner (Bild 2), Inhaber der Kirron GmbH & Co.KG in Korntal bei Stuttgart. Überall wo man mit eigenen Ressourcen nicht weiterkommt, steht Kirron mit Design und Bestückung oder über einen seiner Partner mit Spritzguss und Strukturierung der Schaltung bei Fuß. Man kann mit Protoypen bzw. kleineren Stückzahlen einsteigen - interessant sind 1 000 bis 100 000 Stück - und später die Produktion ausweiten. Wichtig für uns ist, dass wir von Anfang an so ein Projekt federführend für den Kunden betreuen, so Kirschner, um die immensen möglichen Einsparungspotenziale auch weitergeben zu können.Wir sehen unser Engagement bei 3D-MID als Investition in die Zukunft, betont Ronny Kirschner, und wir werden uns Step bei Step alles nur denkbare Know-how aneignen.

Übrigens: Der nächste 8. Internationaler Kongress MID 2008 findet in Fürth am 24. und 25. Sept. 2008 statt (www.3dmid.de).

EMS: Nachhaltigkeit ist Trumpf
"Wir haben eine hervorragende Maschinenausstattung, eine sehr hohe Eigenkapitalquote und sehen uns als solides Unternehmen, das sich vor allem bei den technologisch anspruchsvollen Diensten hervortun möchte", erläutert Ronny Kirschner. Wir bieten schon lange AOI- und Röntgeninspektion mit hochwertigen Systemen als zusätzliche oder singulären Service. Wir sind mit 2 schnellen Mimot-SMD-Bestückern ausgerüstet und legen sehr viel Wert auf Qualität. Nur so können wir dem teilweise unverständlichen Preisdumping etwas entgegensetzen. Schließlich kann jeder selbst schnell nachrechnen,wie die Kostenstruktur aussieht - und als kleiner und mittlerer Dienstleister spielen da die Löhne sicher nicht die entscheidende Rolle. Manchmal muss man sich wundern, dass die Bereitschaft für ein Höchstmaß an Qualität auch entsprechend ein wenig mehr Geld zu bezahlen, immer noch viel zu gering ist. Deshalb versuchen wir auch unsere Dienstleistungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu offerieren. Fehlerhafte Geräte kosten einfach sehr viel Geld, nicht nur bei großen, sondern auch gerade bei kleineren Stückzahlen zwischen 100 und 100000, so wie wir sie anbieten. Wir schauen unsere angelieferten Leiterplatten genau an und achten auch auf die Qualität der bereitgestellten Bauteile, wir testen elektrisch optisch und auf Wunsch auch mit Röntgentechnik und kümmern uns um konsequente Nachrüstung unserer Maschinen, um up to date zu bleiben. So gesehen freuen wir uns umso mehr, wenn dann noch die Chance bleibt, auch noch auf zukünftige Geschäftsbereiche wie 3D-MID als Service aufzubauen.

productronic Spezial Dienstleistungen 9 / 2007

 

 

Kosten- und Technologievorteile nutzen

3D-MID-Schaltungen als Service

Die Elektronikdienstleister Kirron und Joerg bieten seit kurzem in Zusammenarbeit den 3D-MID-Gesamtprozess als Service an. Dabei reicht die angebotene Lösung von der Schaltungsentwicklung, Layout, Bauteilkonstruktion über Werkzeugbau, die Spritzgussfertigung und SMD-Bestückung bis zur Logistik. Bei der 3D-MID-Technik wird das funktionstragende Plastikbauteil - verschiedenste Materialien werden angeboten - selbst zur Leiterplatte bzw. zur elektronischen Baugruppe.

productronic 5 / 6 2007
all-electronics.de

 

 

Swisstronica - Bleifrei kurz vor Torschluss

Swisstronica 2006 - Bleifrei kurz vor Torschluss Swisstronica 2006 - Gut besucht

Ganz ohne Torschlusspanik verlief die diesjährige Swisstronica, die Reinhard Pollak zusammen mit dem Gastgeber Oerlikon Contraves und weiteren Mitveranstaltern in Zürich Oerlikon in diesem Jahr absolvierte. Zahlreiche Besucher kamen. Schließlich gab es - nicht nur in Sachen Bleifrei - genügend Fragen, die auf eine kompetente Antwort warteten.

Unter dem Motto "Bleifrei und kein Ende- oder doch?" luden Oerlikon Conraves und Repotech sowie die mitveranstalteteden Firmen Brag, Chr. Koenen, Ekra, EMPA, Heraeus, Kirron, Mimot, Phönix Contact, Pink, Schnaidt, Tecona, Viscom und Zestron nach Zürich ein. Über zwei Tage gab es geballte Informationen in den Vortragsreihen, aber auch genügend Möglichkeiten sich mit den vorwiegend Schweizer Kollegen und den Anbieterfirmen auszutauschen. Damit hat sich die alle zwei Jahre uns 2006 zum 3.Mal stattfindende Veranstaltung mehr als etabliert.

5 nach 12
Günter Grossmann, EMPA(CH), resümierte die aktuelle Situation. Die europäische WEEE(Waste Electric and Electronic Equipment)- Direktive sowie die RoHS (Restriction of Hazardous Substances) sind seit 13.2.2003 in Kraft und mussten eigentlich bis zum 13.8.2004 (WEEE) bzw. bis zum 1.7.2006 (RoHS) in nationales Recht umgesetzt sein. Seit März 2006 gilt das ElektroG und seit kurzem müssen für jedes Land der Europäischen Union elektrische/elektronische Geräte z.B. in Deutschland der der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (www.stiftung-ear.de) registriert sein. Die WEEE-Direktive muss also für alle Produkte aktuell umgesetzt werden, auch wenn sie bis dato nicht restriktiv gehandhabt wird. Was die RoHS angeht, gibt es seit 1.7.2006 kein zurück mehr, auch wenn der eine oder andere sich auf Ausnahmeregelungen berufen mag, die aber jederzeit außer Kraft gesetzt werden könnten. Solange aber die EU-Staaten noch nicht in ihrer Gesamtheit an einem Strang ziehen, ist auch nicht klar, wie restriktiv wiederum die RoHS gehandhabt wird.
 
Optimierungspotential Schablonendruck
Uwe Schäfer, EKRA, erläuterte die wichtigsten technischen Parameter des Schablonendrucks unter dem Aspekt der Umstellung auf bleifreie Lotpasten.
 
Auftrag unterschiedlicher Pastenhöhen
Thomas Lehmann, Chr.Koenen, berichte u.a. über aktuelle Designregeln für elektropolierte Stufenschablonen (Bild 4). Die kleinstmögliche Stufenfläche A beträgt 5x5 mm² (kleinere Flächen nach Absprache). Der Abstand vom Padende bis zur Stufe B sollte mindestens 400µm nicht unterschreiten.
Dies bedeutet, dass der Steg D, der zwischen den Bauteilen erhalten bleibt, mindestens 800 µm breit sein muss. Diese Werte gelten für Stufenhöhen von 30 µm bei einer Basisstärke von 150 µm. Die Reduzierung auf anderen Flächen um 30 µm auf Endstärke 120 µm ist ebenso möglich.
Bei Stufen mit einem Unterschied von 50 µm (z.B. 200 µm zu 150 µm) sind die Abstände B und C um 100 µm größer zu wählen (Stegbreite D 1000 µm min.).
 
Pin in Paste für Bleifrei
Jürgen Hahn-Barth, Phönix Contact, erläuterte die für die Verarbeitung von bleifreien Lotpasten neu zum Tragen kommenden Regeln für den Pin in Paste-Prozess, den Phönix Contact zusammen mit speziellen Steckverbindern anbietet. Abgesehen davon, dass der Lotpastendruck stark vom Pastentyp und der Stiftlänge abhängt, gelten im wesentlichen die Prozessempfehlungen in Bild 5.
 
Vakuumlöten in der SMT
Klaus Römer schilderte die Effektivität des Lötens unter Vakuum mit den Anlagen Pink Vadu 300 am Beispiel von Powermodulen, Chips auf DCB, etc. Die Anlagen vom Vakuumspezialisten Pink heizen und kühlen durch Kontakt-Wärmeübertragung. Durch den Einsatz einer Heizplatte mit einer konstanten höheren Temperatur und einer Abstandsregelung zwischen Substrat und Heizplatte sind die Heizgradienten frei einstellbar. Heizen und Kühlen findet auf verschiedenen Stationen statt. Die thermische Masse der Substrate hat daher keinen Einfluss auf das Temperaturprofil. Aufgrund des eingesetzten Heizverfahrens durch Kontaktwärme kann bereits während des Aufheizens Vakuum zur Lunkerentfernung eingesetzt werden.
 
Optische Inspektionsverfahren im Vergleich
Über die Kriterien zur richtigen Auswahl eines optischen Inspektionssystems berichtete Jürgen Brag, Unternehmensberatung Brag
 
Einführung des Bleifrei-Prozesses
Erwin Füllemann berichtete über die Umstellung auf den bleifreien Fertigungsprozess bei Oerlikon Contraves in Zürich-Oerlikon. Mit rund 50 Mitarbeitern, davon rund 25 direkt mit der Elektronikfertigung beschäftigt, gehört man trotz der inzwischen zu 60% von außer Haus kommenden Aufträge nicht immer zu denen, die auch langfristig unter die RoHS-Ausnahmeregelungen fallen. Seit 1.1.2006 hat denn auch die Oerlikon Contraves ihre Logistik auf bleifreie und noch länger bereit zu haltende verbleite Bauteile umgestellt. Technisch stellten sich in der SMT-Fertigung kaum Probleme ein, weil man schon seit Jahren mit der Dampfphasentechnik lötet. Für die Wellenlötanlage hat man in einen Wechseltiegel investiert. Größtes, aber lösbares Problem ist allerdings die konsequente Doppelgleisigkeit von Aufträgen mit rein bleihaltigen Legierungen vor allem im Militärbereich und bleifreier Elektronik für externe Kunden. Deshalb hat man auch beim Handlöten getrennte Arbeitsplätze für bleihaltige und bleifreie Lote installiert.
 
Bleifrei aus Sicht des Pastenherstellers
Jörg Trödler, W.C. Heraeus, stellte umfangreiche Untersuchungen mit dem Testboard Benchmarker II (Bild 6) vor, das im W.C. Heraeus-SMT-Applikationszentrum zum Einsatz kommt. Mit einem speziellen Software-Programm - genannt MODDE - belegte er die Zielgenauigkeit der Analysen zur "Modellgestützten Statistischen Versuchsplanung", wie sie im SMT-Zentrum praktiziert wird.
Eine der vielen Empfehlungen: Die Druckparameter sollten erst nach dem 10. Druck eingestellt werden, wenn sich das Pastenverhalten sozusagen eingeschwungen hat. Eine weitere Feststellung: Bei der "Mischbestückung" mit bleifreien und verbleiten Teilen ist kein wirkliches Ergebnis vorhersagbar. Man sollte also peinlichst genau wissen, wann der Bauteillieferant genau auf bleifrei Bauteile umstellt.
 
Aktuelle Anforderungen
... an einen SMD-Bestückautomaten, war das Thema von Reinhard Pollak, Repotech. Er zeigte an Hand von Beispielen, dass nicht die Bestückleistung in Bauelemente pro Stunde, sondern die Anzahl der bearbeiteten Baugruppen pro Zeiteinheit ein wichtiges Vergleichskriterium bei SMD-Bestückungsautomaten ist.
 
Werkstückträger für die Elektronikfertigung
Ein vielleicht eher zu wenig beachtetes Thema ist die Fertigung von Werkstückträgern, wie sie Martin Brandes, Schnaidt, schilderte. Die aus Verbundfaser mit hoher Steifigkeit hergestellten Lötrahmen für das Wellenlöten oder andere Prozesse lassen sich schnell und einfach nach Kundenspezifikation herstellen und bieten manchmal schon ab relativ kleinen zu verarbeitenden Stückzahlen eine echte Alternative zum Selektivlöten.
Auch bei flexiblen Schaltungen sind solche Warenträger attraktiv, erfüllen sie doch die aufgrund der verschiedenen Bearbeitungsstationen ganz besonderen Kriterien, um einen Inlinebetrieb ohne manuelle Eingriffe zu ermöglichen.
Durch verbesserte Fügevorrichtungen können die unhandlichen Flex-Folien schnell auf die Warnträger aufgezogen werden und verbleiben so lange wie möglich, für alle Verarbeitungsschritte, damit verbunden.
 
Baugruppen und Schablonenreinigung
Bertrand Timmesch, Zestron, machte deutlich, dass die neuen bleifreien Lotpasten höher aktiviert sind und aus diesem Grund eine Reinigung nach dem SMT-Prozess attraktiver denn je werden könnte. Allerdings wird auch die Auswahl eines geeigneten Reinigungsverfahrens immer schwieriger. Zestron mit seinem Technikum in Ingolstadt bietet dazu eine große Auswahl an Reinigungsverfahren und Reinigern.
 
BGA und Bleifrei
Aus der alltäglichen Praxis berichtete Ronny Kirschner, Kirron, über Lunker, wie er sie in seinem auch als Dienstleistung nutzbarem Röntgeninspektionsgerät immer wieder detektiert.

productronic 6 / 7 2006
 

 

 

Einweihung der KIRRON-Beachanlage

KIRRON-Beachanlage TSV Münchingen

 

Herzliche Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger zur Einweihung der KIRRON-Beachanlage am Samstag, 20. und Sonntag, 21. Mai 2006!


Zur offiziellen Einweihung und "Taufe" um 10.30Uhr am Samstag, 20.Mai wird auch Bürgermeister Peter Stritzelberger anwesend sein. Ab 13.00 Uhr beginnt das Programm. Neben den Sportarten Beachminton, Beach-Tennis und Beach-Soccer werden im Beachvolleyball Profis wie Rekordnationalspielerin Renate Riek-Bauer, die international erfahrende Beachvolleyballspielerin Andrea Ahmann, sowie Spielerinnen des MTV Stuttgart (2.Bundesliga) auf der Anlage ihr Können zeigen. Zwischendurch gibts Action im Sand für die Zuschauer.


Am Sonntag, 21.Mai, startet dann ab 11.00Uhr das 1. Münchinger Beachvolleyballturnier Mixedmannschaften. Der Spielbetrieb findet auf zwei Feldern statt. Passend zur Beachatmosphäre gibt es an beiden Tagen Leckeres vom Grill, Crepes, Kuchen und verschiedene Getränke.

Wir freuen uns auf viele Besucher!
TSV Münchingen, Abt. Volleyball

Amtsblatt Korntal-Münchingen 20 / 2006

 

 

KIRRON installierte AXI-System

Nun auch AXI-Dienstleistungen - KIRRON installierte AXI-System

Seit über einem Jahr inspiziert die Firma KIRRON die Baugruppen nach dem Löten mit dem AOI-System 56055-il von Viscom und bietet die AOI auch als alleinige Dienstleistungen. Nachdem sich das AOI-System bewährt hat und inzwischen vermehrt auf die Bleifrei-Technik umgestellt wird, die zumindest auf absehbare Zeit eine intensivere Inspektion erforderlich macht, hat sich KIRRON entschlossen für die Röntgeninspektion anstelle des bisherigen einfachen manuellen Systems ein leistungsfähiges AXI-System zu installieren. KIRRON entschied sich für das Inline-AXl-System X8051 von Viscom u.a. deshalb da dieses mit derselben Software wie das AOI-System arbeitet und auch sonst einige Ähnlichkeiten aufweist. Vor allem bietet es eine einfache und sichere Bedienung, sodass jeder eingewiesene Mitarbeiter damit umgehen kann. Die AXI-System-Software verhindert beispielsweise durch einen einprogrammierten Mindestabstand zwischen Prüfobjekt und Röntgenröhre dass es zu einer Kollision kommt. Inzwischen stehen beide Inspektionssysteme nebeneinander, wobei das AXI-System derzeit nur noch manuell beladen wird. Aber schon bald werden sie mittels eines ASIS MPs50-Puffers miteinander verbunden sein, sodass neben einem manuellen Einschleusen, das weiterhin für z. B. die Einzelpin-Lötkontrolle bei Backplanes und für die Erststückkontrolle benötigt wird, auch ein automatischer Durchlauf möglich sein wird. Dann werden die Baugruppen AOI- und AXl-geprüft werden, wobei die gesamte Baugruppe nicht doppelt (mit beiden Methoden) inspiziert wird, sondern die einzelnen Komponenten jeweils mit der optimalen Prüfmethode d.h. AOI oder AXI oder teils/teils. Hierfür bietet die gemeinsame Software der Viscom-System ideale Voraussetzungen. Denn die AXI unterscheidet sich von der AOI praktisch nur in einem Parametersatz. So können die bestehenden reinen AOI-Prüfprogramme leicht und schnell für die AXI-Prüfung modifiziert werden. Ziel ist, ein optimales AOI-AXI-Prüfgrogramm für jede Baugruppe zu erstellen, das diese komplett abdeckt. Denn ein Übergang zur AXI-Prüfung bietet sich für alle die Bauteile bzw. Lötverbindungen an, die bisher nicht (vollständig) oder nur mit Problemen AOl-geprüft werden konnten. Neben AAP-Bauformen (BGA usw) sind dies teilweise auch einfache Bauelemente wie z. B. MiniMELF, deren Lötverbindungen (Lotkehlen) zum größten Teil verdeckt sind. Die Programmierung sowie die Verifikation (mit Reparatur) erfolgen an den separaten Arbeitsplätzen, die bereits für das AOI-System eingerichtet worden sind.


PLUS Produktion von Leiterplatten und Systemen 10 / 2005

 

 

Mimot Advantage Days 2005

SMT zum Anfassen

Die im Juni dieses Jahres veranstalteten Advantage Days von Mimot in Lörrach gaben rund 100 Besuchern die Möglichkeit, nicht nur aktuelle Vorträge anzuhören und mit Kollegen zu diskutieren, sondern auch verschiedene Produktionsdemonstrationen im Ausstellungsbereich zu begutachten und eine Live-SMT-Fertigung zu erleben.

Die zweitägige Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Mimot GmbH in Lörrach orientierte sich traditionell an den aktuellen Fragestellungen rund um die SMD-Bestückung. Raimund Kiefer vom Elektronikdienstleister A2000 Industrie-Elektronik GmbH präsentierte einen ausführlichen Bericht über die Erfahrungen bei der Umstellung zur RoHS-konformen Fertigung. Die Möglichkeiten des Concurrent Testing, um Engpässe beim Testen vermeiden, schilderte Andreas Keiner, Digitaltest. Roland Ruhfass, Koenen, ging in seinem Vortrag speziell auf die neuen Chancen zum Pad-optimierten Pastenauftrag mit Stufen-Schablonen ein. Vom Stuttgarter Hahn-Schickard-Institut für Mikroaufbautechnik berichtete Dr. Wolfgang Eberhardt über den Stand der Technik in Bezug auf die MID-Technik zum Aufbau multifunktionaler 3D-Packages. Mit dem beruhigenden Fazit, dass aktuelle Viscom-Inspektionssysteme ohne Probleme auch bleifreie Baugruppen erfolgreich prüfen können, endete der Vortrag von Marcus Bleise, Viscom.

Am zweiten Tag der Veranstaltung stellte Gustl Keller von der GKTec die Forderungen und aktuellen Möglichkeiten von Traceability vor. Zestron, in Person von Hubert Mattern, präsentierte einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten aber auch Grenzen der Reinigung von elektronischen Baugruppen, Schablonen und Fehlprints. Aus der Praxis - für die Praxis war der Vortrag von Ronny Kirschner, Geschäftsführer und Inhaber der Kirron, über den Einsatz von Lotformteilen unt THR in der Praxis. Das rege Interesse an den vom ihm nach dem Vortrag vorgelegten Musterbaugruppen bestätigte, dass er ein top-aktuelles Thema behandelt hatte. Multi-Layer-Leiterplatten und die sich damit eröffnenden Möglichkeiten der Miniaturisierung von Baugruppen waren Thema von Dr. Lothar Weitzel, Würth Elektronik.

Zum Abschluss der Vortragsreihe erläuterte Wolfgang Sexauer, warum auf dem Weg zur optimalen SMT-Fertigung intelligente Softwaretools eine große Rolle spielen. Gerade Werkzeuge, wie z.B. MIMcal für die automatische Kalibrierung. MIMtrace mit umfangreichen Traceabilitymöglichkeiten oder auch MIMopt für die optimale Auftragsplanung bieten zeitgemäße Lösungen für effiziente und erfolgreiche SMD-Fertigungen.

Die Ausstellung
Den Mittelpunkt der Ausstellung im Mimot-Firmengebäude bildete die Live-Demonstrations-Linie (siehe Bild). Im Zusammenspiel mit einem X5-Drucker von Ekra und einem V8-Nitro-Reflowofen von Rehm wurden mit einem Mimot-Bestückungsautomaten der Advantage Active-Baureihe Baugruppen bestückt. Bei dem Produkt handelte es sich um Baugruppen von Hella Innenleuchten-Systeme GmbH für einen namhaften Kfz-Hersteller. Rund um diese Linie standen Partner und Mitaussteller für Fragen zu ihren Produkten zur Verfügung.

productronic 8 / 9 2005

 

 

Mimot Advantage Days 2005

Am 15. und 16. Juni lud Mimot zu ihren Advantage Days 2005 nach Lörrach ein, um durch zahlreiche Vorträge namhafter Referenten aus der Elektronikindustrie über aktuelle Themen der Elektronikfertigung zu informieren. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch eine gleichzeitige Fachmesse rund um die Elektronikfertigung. Mittelpunkt der Ausstellung bildete die Demonstrationslinie. Im Zusammenspiel mit einem X5-Drucker von Ekra und einem V8-nitro Reflowofen von Rehm, würden mit einem Bestückungsautomaten der Advantage active-Baureihe von Mimot Baugruppen bestückt. Nach der allgemeinen Begrüßung startete Raimund Kiefer vom Elektronikdienstleister A2000 Industrie-Elektronik die Vortragsreihe mit seinem Bericht über die Erfahrungen bei der Umstellung zur RoHS-konformen Fertigung. Andreas Keiner von Digitaltest zeigte die Möglichkeiten des Concurrent Testing zur Vermeidung von Engpässen beim Testen auf, um dann von Roland Ruhfass, Koenen, über den Schablonendruck auf höchster Stufe, wo er speziell auf die neuen Chancen zum Pad-optimierten Pastenauftrag mit Stufenschablonen einging, mehr zu erfahren. Der Stand der Technik bezüglich der MID-Technik zum Aufbau multifunktionaler 3D-Packages war Thema von Dr. Wolfang Eberhardt des Stuttgarter Hans-Schickard-Instituts für Mikroaufbautechnik. Der letzte Vortrag des ersten Tages wurde durch Marcus Bleise von Viscom über den Einsatz von AOI-Systemen in einer mittelständischen Umgebung gehalten, mit dem Fazit, dass aktuelle Viscom-Inspektionssysteme problemlos auch bleifreie Baugruppen erfolgreich prüfen können. Mit einer Weinprobe und interessantem Erfahrungsaustausch fand dieser Tag seinen Ausklang. Der zweite Tag begann mit dem Vortrag über die Forderungen und Möglichkeiten des Traceability von Gustl Keller, GKTec, um anschließend durch Hubert Mattern von Zestron einen Überblick über die Möglichkeiten und auch Grenzen der Reinigung von Schablonen, Baugruppen sowie Fehlprints zu erhalten. Ronny Kirschner von Kirron, sprach aus der Praxis für die Praxis über den Einsatz von Lotformteilen und THR in der Praxis. Die anschließend vorgelegten Musterbaugruppen unterstrichen die Aktualität des Themas durch reges Interesse. Multi-Layer Leiterplatten und die sich damit eröffnenden Möglichkeiten der Miniatursierung von Baugruppen waren Thema von Dr. Lothar Wetzel der Würth Elektronik. Den Anschluss der Vortragsreihe machte Wolfgang Sexauer von Mimot über den Weg zur optimalen SMD-Fertigung mit intelligenten Softwaretools. Dabei stellte er die Werkzeuge MIMcal für die automatische Kalibrierung, MIMtrace mit umfangreichen Traceabilitymöglichkeiten und auch MIMopt für die optimale Auftragsplanung vor, die zeitgemäße Lösungen für effiziente und erfolgreiche SMD-Fertigung bieten. Um einiges mehr an Informationen konnten anschließend die rund 100 Besucher ind Wochenende fahren.

EPP 7 / 2005

 

 

Röntgeninspektion als Service

Röntgeninspektion als Service - Ronny Kirschner Röntgeninspektionssystems X8051-16 von Viscom bei Kirron

Wer es genauer wissen will...

...der kann jetzt auf einen kombinierten AOI-AXI-Service bei kleinen Stückzahlen zurückgreifen. Denn mit der Installation eines AOI-Systems erfolgreich begonnen,hat ein eher kleinerer Dienstleister jetzt sein Portfolio mit der Anschaffung eines AXI-Systems konsequent erweitert.
 
Eigentlich liegt es auf der Hand: Die weiter steigenden Anforderungen in der Elektronikfertigung machen eine äußerst intensive Prüfung der Produkte erforderlich. Klassische In-Circuit-Tests und elektrische Funktionsprüfungen am Ende einer SMTLinie können lediglich den gegenwärtigen Qualitätszustand beschreiben. Konkrete Aussagen über Fehlerursachen und eine dauerhafte Funktionssicherheit kann nur über AOI und AXI als weiterem Bestandteil einer umfassenden Prüfstrategie gewonnen werden. Zudem zeigt sich, dass die Röntgeninspektion als zukunftsweisendes, nichtzerstörendes Verfahren der Qualitätssicherung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Schnell wird deutlich, dass eine entsprechende Investition gerechtfertigt ist. Vor allem bei sicherheitsrelevanten Baugruppen wird seitens der Endabnehmer eine Röntgenprüfung bereits als Pflichtbestandteil der Qualitätssicherung gefordert.

Das vergleichsweise kleine Dienstleistungsunternehmen Kirron (Bild 1) hat sich diesen Anforderungen gestellt und seinen Komplett-Service für die Elektronikindustrie durch die Anschaffung eines voll automatisierbaren Röntgeninspektionssystems X8051-16 (Bild 2) von Viscom ergänzt. Kirron verfügt bereits über ein Viscom AOI-Inspektionssystem S6055, um auf die hohen Qualitätsansprüche zu reagieren. Das somit bereits bestehende Dienstleistungsspektrum wurde nun mit diesem vollautomatischen Röntgeninspektionssystem für die Prüfung von verdeckten Fehlern vervollständigt. Der umfassende Maschinenpark, der vom Schablonendrucker bis hin zur vollautomatischen Röntgeninspektionssystem reicht, kann sowieso deutschlandweit bei dieser Betriebsgröße als wohl einmalig angesehen werden.


AOI plus AXI
Die absolut gleichen Bedienphilosophien der beiden Viscom-Systeme mit den aktuellsten Prüfalgorithmen sowie einer sehr umgänglichen Programmiersoftware machen die Einführung der Röntgeninspektion als zusätzliche Serviceleistung bei Kirron besonders attraktiv. Die Röntgeninspektion wird für die systematische Qualitätssicherung bis hin zur Prozessoptimierung genutzt. Kirron hat diese Entwicklung erkannt und somit auf die vom Kunden immer mehr in Anspruch genommene Prozessbetreuung reagiert. Ronny Kirschner, Geschäftsführer von Kirron: Die Anschaffung des Röntgeninspektionssystems X8051-16 der Firma Viscom betrachte ich als eine zukunftsweisende Investition. Mit diesem System sind wir für alle Anfragen gerüstet und können neben der automatischen optischen Inspektion auch eine leistungsstarke Röntgeninspektion bieten? So werden z. B. Produktionsfehler in BGAund Flipchip-Verbindungen zuverlässig detektiert und verdeckte Verbindungen mittels Schrägdurchstrahlung 100%-ig analysiert. Bei der X8051-16 wird der Bildverstärker gekippt und nicht das Bauteil,was auch bei Schrägansicht höchste geometrische Vergrößerungen ermöglicht. Kirron verfügt damit über eine absolut komplette Prüftechnologie, die vor allem im Zuge der bleifreien Lottechnik unumgänglich geworden ist. Mittels der Röntgentechnik können bei der Inspektion von bleifreiem Lotmaterial hinsichtlich des Lunker-Grades zuverlässigere Ergebnisse erzielt werden. Denn hier stößt AOI an seine Grenzen und rechtfertigt nicht nur den Einsatz von AXI, sondern macht ihn zwingend erforderlich.

productronic 4 / 2005

Mimot Advantage Days 2004

Am 22. und 23. September 2004 trafen sich über 100 Fachbesucher bei Mimot in Lörrach zu den Advantage Days, um sich über Technik und Trends der SMT-Bestückung auszutauschen. Der erste Tag startete mit dem Anwendertreffen, wo nach einer Begrüßung der Schulungsleiter des Unternehmens, Markus Paschek, die Vorteile von Kalibrierung/Fähigkeitsuntersuchung für einen reibungslosen Produktionsablauf und einer optimalen Anlagenwartung darlegte. Das Kalibrierungssystem MIMcal bietet hier Möglichkeiten, deren Nutzung Thema des Vortrags war. In Kombination mit einer maschineninternen Überprüfung und Dokumentation der Prozesswerte können statistische Daten gesammelt werden, die wichtige Hinweise über den aktuellen Maschinenstatus und für vorbeugende Wartung geben. Workhops mit Themen um Bestückung und Dispensen fanden in kleinen Gruppen statt, die durch praxisnahe Demonstrationen einen lebhaften Meinungsaustausch anregten.Der zweite Tag war mit Vorträgen zur Elektronikfertigung gefüllt. Roland Ruhfass von Koenen informierte über den Stand der Technik des Schablonendruckes. Ronny Kirschner, Inhaber und Geschäftsführer von Kirron, brachte mit seinem Bericht über die Einführung einer automatischen optischen Inspektionsanlage und das Angebot einer Lohn-AOI seinen Zuhörern neue Facette dieses Themas vor Augen. Thomas Lauer vom Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration referierte dann über das Prozessverhalten und Zuverlässigkeit bleifreier Lotwerkstoffe. Der treffende Hinweis, dass die 0201-Verarbeitung nicht erst am Bestückungsautomaten beginnt, war Thema von Reinhard Pollak von Repotech. Die Bedeutung jedes Schrittes der gesamten Prozesskette wurde beleuchtet und mit praxisnahen Hinweisen zur optimalen Prozessgestaltung ergänzt. Zur automatischen Inspektion von Baugruppen nahm Rudolf Kappel von Kappel-Systeme für die Elektronikfertigung mit der Fragestellung "Röntgeninspektion: Maßstab für die Qualitätssicherung in der Elektronikfertigung?" Stellung. Basierend auf der Mimot-Software im Logistikbereich wurde der Abschlussvortrag vom veranstaltenden Unternehmen übernommen.

EPP 11 / 2004

 

 

Rundumservice: AOI/XI inklusive

Rundumservice - AOI AXI inklusive

Dass vergleichsweise kleine Dienstleister eine Menge an Know-how und Technologie anbieten und damit eine anspruchvolle Kliente im Bereich Kleinserien bedienen können, wenn sie es nur richtig anstellen, ist bekannt. Doch nur wenige sind so mutig, wie Kirron, wo man sich jüngst sogar ein AOI-System für die Lötstelleninspektion angeschafft hat und jetzt neben XI auch AOI als Dienstleistung im Rahmen der Baugruppenfertigung anbietet.

Der Komplettservice-Anbieter Kirron konnte in den letzten 2 Jahren trotz leichter Umsatzrückgänge neue Kunden hinzugewinnen, den Mitarbeiterstamm auf 13 ausweiten und den Maschinenpark weiter ausbauen. Ein Ekra E 5 Schablonendrucker wurde angeschafft, die IBL-Dampfphasenlötanlage automatisiert und nicht zuletzt in ein Viscom-AOISystem investiert - getreu dem Kirron-Motto: Wir bevorzugen deutsche Hersteller. Und weil einige Kunden bereits mit SnAg bei einem Schmelzpunkt von 221 °C gelötete Baugruppen haben wollen, hat man auch beim Dampfphasenlöten auf ein Medium mit 230 °C umgestellt.
 
Bleifrei-Technik im Griff
Bleifreie Leiterplatten bezieht Ronny Kirschner schon länger, weil vor zwei Jahren ein erster Anwender bereits danach verlangte. Mit Bleifrei können wir uns als kleiner Dienstleister gegenüber so manchem Großen abheben, so Kirschner. Auch die Kennzeichnung von bleifreien Bauteilen - bei uns mit einem "g" für green - konnten wir über unsere Mimot-Software über die Identnummern problemlos umsetzen. Nächstes Jahr erwarten wir einen massiven Zuwachs in Sachen bleifrei - über alle Branchen, die wir zur Zeit bedienen: Die Messtechnik, die Automobilzulieferer und -Hersteller und Maschinenbau - auch bei relativ kleinen Losgrößen zwischen 2 bis 10 pro Jahr.

AOI/XI als Service
Schon vor drei Jahren fiel die Kirron durch das Anbieten eines Röntgenservices auf, der sich inzwischen etabliert hat, wenn da auch hier und dort immer noch eine gewisse Zurückhaltung herrscht, zu uns zu kommen und sich die eigenen Fehler präsentieren zu lassen, so Kirschner. Außerdem ist die Röntgen-Dienstleistung auch immer mehr zur Prozessberatung mutiert. Mit unserem neuen AOI-Service haben wir uns für die nächsten Jahre einfach so aufgestellt, dass wir ein ebenso umfassendes Dienstleistungsspektrum anbieten können, wie viele Große. Mit dem S 6055 S von Viscom können wir qualitativ noch höherwertige Qualitätsprodukte liefern. Spätestens bei 0402 hört es schließlichauf mit visueller Inspektion. Wir schreiben die Software, wir werten aus und wir können gegebenenfalls mitHilfe des Herstellers Viscom selbst auch einen weitergehenden SMT-Prozesssupport liefern. Dabei nehmen wir bei Losgrößen von 20 bis 50 lieber einmal ein paar Pseudofehler mehr in Kauf und verifizieren dann auf eine gegenüber der visuellen Inspektion wesentlich höheren Qualitätsstufe. Wir prüfen dabei natürlich vor allem kritische Bauteile, wie z. B. mögliche Auflieger. Und ich möchte auch darauf hinweisen, dass wer bei uns fertigen lässt, von Anfangan Qualität gefertigt bekommt. Wir drucken Finepitch - auch mit geschlossenem Rakel - mit 2,5-D-Lotpastenkontrolle, wir bestücken mit einem geringstmöglichen Anteil an Handbestückung und wir löten mit einer automatisierten Dampfphase. Und immer noch bleiben Fehlerquellen offen, wie z. B. verschiedene Lotpasten, die wir ganz einfach verwenden müssen - mit Bleifrei kommen da sicherlich noch weitere Fehlerquellen hinzu. Dieverschiedenen Pastenverhalten können wir mittels AOI relativ schnell charakterisieren. Es geht eigentlich nur um eines: Bestmögliche Qualität durch automatische optische Prüfprozesse, ergänzt Reinhard Pollak, Lieferant des bei Kirron installierten Mimot-Bestückungsautomaten und auch des neu installierten Viscom- Systems. Und an dieser Stelle bietet Viscom ganz einfach die aktuellsten Prüfalgorithmen und mit Easy Pro eine sehr umgängliche Programmiersoftware. Ganz abgesehen davon, dass man bei Viscom auf allein 15 Mitarbeiter in Sachen Prüfprogrammierung zurückgreifen kann.

Schlussbemerkung
Wir wollen mit unserem Unternehmen unter 20 Mitarbeitern bleiben, weil uns das eine gewisse Flexibilität erhält. Auf der anderen Seite werden wir das nur machen können, wenn wir unseren Maschinenpark und unser Know-how entsprechend immer weiter ausbauen. Wenn wir das vielleicht immer ein wenig früher als viele andere tun, profitieren unsere Kunden davon, dass wir ihnen etwas anbieten, was sich bei ihnen momentan noch lohnt, und wir profitieren von einem klaren Know-how-Vorsprung. Und wenn wir das alles sozusagen Basel-II-frei finanzieren können, sind wir für die Zukunft bestens gerüstet.

productronic 5 / 6 2004

Was, wenn sich lange Steckverbinder nicht richtig verlöten lassen?

Testplatine mit kontrollierter Leiterplatten-Durchbiegung Vergleich der Lötgergebnisse für SMT-Steckverbinder Vielfalt an Form, Größe und Legierungen

Zusätzliche Lotdepots bei der SMT-Verarbeitung

Bei der klassischen SMT-Verarbeitung wird mit Lotpastenauftrag per Siebdruckschablone und anschließendem Reflowlöten gearbeitet. Allerdings können durch Toleranzen bei der Leiterplatte immer wieder offene Lötstellen auftreten, selbst bei präzise gefertigten Bauteilen. Zusätzliche Lotdepots (Preforms) könnten Abhilfe schaffen.

Der große Vorteil der Surface-Mount-Technologie ist die rationelle und schnelle Verarbeitung. Dieser positive Aspekt nutzt allerdings wenig, wenn sich hochpolige, lange Komponenten wie Steckverbinder nicht korrekt verlöten lassen, etwa wegen Leiterplatten-Toleranzen (Durchbiegung), und dadurch zeitraubend Nachberbeitungsprozesse erforderlich werden.

Eine Lösungsmöglichkeit, um selbst in kritischen Bereichen ausreichend Lot aufbringen zu können, ist der Einsatz von Lotformteilen oder Lot-Preforms: Mit den Pads verfügbare Lotvolumen für größere Bauteile zielgerichtet erhöhen, was zu verbesserten Lötergebnissen führt.

Weil der Einsatz von Preforms mit etwas erhöhten Kosten einher geht, ist darin nicht eine prinzipielle Alternative zu Siebdruckverfahren und Lotpasten zu sehen, sondern vielmehr eine Ergänzung für kritische oder besonders anspruchsvolle Applikationen. Natürlich spielt auch die Losgröße eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die beste Verarbeitungstechnik auszuwählen.

Um den Einsatz von Preforms zusammen mit der sicheren und effektiven Verarbeitung von hochpoligen SMT-Steckverbindern zu testen, haben die Firmen Kirron, Cookson Electronics und Erni eine umfangreiche Versuchsreihe durchgeführt. Auf Basis der Testplatinen und der beschriebenen Komponenten wurden die Lötversuche mit unterschiedlichen Schablonenstärken von 100 µm, 150 µm und 200 µm durchgeführt, mit den folgenden Ergebnissen:

Der Versuchsaufbau
Die Versuche wurden bei Kirron durchgeführt, einem Ingenieurbüro und Dienstleister. Die Leiterplatten für die Versuche fertigte die Firma ts Leiterplattentechnik. Das Layout der zugrunde liegenden Testplatinen wurde mit etwas größeren Pads zur zusätzlichen Bestückung von Preforms der Baugröße 0402 und 0603 durchgeführt. Für die Tests kamen folgende Komponenten zum Einsatz:
- 8opolige SMC-Steckverbinder im 1,27mm Raster
- Preformteile aus Lötzinn in den Baugrößen 0402 und 0603
- Lötschablonen "electroformed Stencil" aus Nickel
- Lotpaste OMNIX 6023 (Sn62 PB36Ag2)
Verwendete Maschinen für den Prozess waren:
Schablonendruck: EKRA E5XS
Bestückung: MIMOT Advantage
Boardhandling: ASYS
Löten: IBL SLC 500

Auf Basis der Testplatinen und der beschriebenen Komponenten wurden die Lötversuche mit unterschiedlichen Schablonenstärken von 100 µm, 150 µm und 200 µm durchgeführt. Danach wurden die Lötstellen dür die verschiedenen Steckverbinder geprüft. Die Schritte:
- Bedrucken der Leiterplatte in ebenem Zustand (ohne Durchbiegung)
- Einspannen der Leiterplatte in die Lötvorrichtung. Durchbiegung der Leiterplatte an der langen Seite von 1mm. Bedingt durch die Vorrichtung ergibt sich so eine nahezu konstante Durchbiegung von 0mm auf 1mm bei einer Kantenlänge der Leiterplatte von 100mm x 80mm. Das entspricht einer maximalen Durchbiegung mit jeder Steckerreihe zu.
- Bestücken mit 8opoligen SMC-Steckverbindern
- Löten
- Auswerten

Bei den Versuchsdurchführungen mit zusätzlichen Preforms waren die Schritte entsprechend, nur dass vor der Bestückung der Steckverbinder noch die Preforms aufgebracht wurden. Für die Versuchsreihen mit den Lotformteilen wurden außerdem die Lotpads auf den Leiterplatten etwas größer ausgeführt als vom Hersteller empfohlen, um diese, wie vorgeschrieben, in die Lotpaste setzen zu können.

100 µm Schablone
Die Versuche ohne Preforms zeigten zunehmend offene Lötstellen bei steigender Durchbiegung. Erkennbare Mängel gab es bereits ab der zweiten Steckerreihe. Ab der dritten Steckerreihe traten erste offene Lötstellen auf, die bis zur fünften Reihe zahlenmäßig stark zunahmen. Der Einsatz der Preforms lieferte deutlich bessere Lötergebnisse. Erste offene Lötstellen traten hier erst ab der fünften Steckerreihe auf.

150 µm Schablone
Auch hier wurden zunehmend offene Lötstellen bei steigender Durchbiegung festgestellt, wobei erkennbare Mängel ab der zweiten Steckerreihe mit offenen Kontakten dokumentiert wurden. Mit Preforms gab es wiederrum erst in der fünften Steckerreihe nur wenige offene Lötstellen.

200 µm Schablone
Die dritte Steckerreihe wurde noch gelötet. Offene Lötstellen sind jedoch in der fünften Reihe festzustellen (die vierte Reihe wurde nicht bestückt). Auch mit Preforms wurden einzelne offene Lötstellen in der fünften Steckerreiche beobachtet. Des Weiteren haben die Unternehmen eine zunehmnede Brückenbildung zwischen den Anschlüssen bei abnehmender Durchbiegung registriert.

Alle Versuche belegen, dass zusätzlich zum durch den Siebdruck aufgebrachten Lotvolumen bestückte Preforms Durchbiegungen von Leiterplatten beim Löten ausgleichen können. Das gilt speziell für dünnere Schablonen (100 µm bis 150 µm). In den Testreihen wurden Durchbiegungen bis etwa 0,8 Prozent zuverlässig gelötet. Dieses Ergebnis lässt sich auch auf leicht verbogene Anschlusskontakte, hervorgerufen durch unsachgemäßes Handling, übertragen.

Auch bei Verwendung von Preforms mit Schablonen größer als 150 µm und 200 µm lassen sich die offenen Lötstellen weiter reduzieren. Allerdings ist hier eine Zunahme der Brückenbildung zu beobachten, sodass der Prozess an seine Grenzen stößt. Zusätzliche Lotdepots bieten folgende Vorteile:
- Es ist eine Verarbeitung von Bauteilen in großem und geringem (finepitch) Lotbedarf in einem Prozess möglich.
- Es lässt sich ein erhöhtes genau dosierbares Lotvolumen aufbringen, dort wo es benötigt wird.
- Es treten keine Probleme wie bei Stufenschablonen auf.
- Es sind keine Vor- und Nachlötverfahren erforderlich.
- Der Anteil des Flussmittels ist genau kontrollierbar.
- Es steht eine große Auswahl an Legierungen, Formen und Größen zur Verfügung.


Markt&Technik 11 / 2003
von Volker Loibl-Kähler, Ronny Kirschner und Magnus Henzler

Produktionsnetzwerk: Eilservice für ganz Eilige

Produktionsnetzwerk - Eilservice für ganz Eilige Ronny Kirschner - Inhaber der Kirron Der Einricht- und Programmierplatz für den Mimot-Advantage-Automaten Mimrüst schafft bei Kirron auf jedem Arbeitsplatz Durchblick

Ein nicht gerade alltäglicher Dienstleister ist Kirron in Korntal bei Stuttgart. Vom Entwicklungslabor zum Komplettservice für anspruchsvolle Elektroniken war der bisherige Weg der ehemaligen Ronnytronics bis dato recht geradlinig verlaufen. Mit seinem jüngsten neuen Angebot, einem Eilservice für ganz Eilige, setzt Ronny Kirschner noch eins drauf.

Kirron bietet seit neuestem einen Eilservice für SMD- und mischbestückte Leiterplatten an. Ein 8-Stunden-Service ist realisierbar. Die Losgrößen sollten ab 1 Stk bis 50 Stk, abhängig von der Leiterplatte, reichen. Dieser Service wird mit eigenem zum Patent angemeldeten Equipment und mit einem Mimot-Advantage- Bestückautomat möglich. Interessant dürfte dieser Service vor allem für Entwickler und Betriebe sein, die keinen Musterbau besitzen und wo die Leiterplatte nicht mehr auf dem Labortisch gefertigt werden kann. Lohnbestücker können ihren Kunden ebenfalls über Kirron diesen Service anbieten. Die Firma fertigt parallel auch die mechanischen Komponenten einer Baugruppe, wie z.B. Frontplatten, oder bedruckt Steckerleisten etc. Ein Röntgeninspektionsservice für BGA-Lötstellen wird ebenso angeboten. Insgesamt verfügt Kirron über 8 Mitarbeiter. Um 4 Fertigungsspezialisten in der Elektronik und 2 weitere Mitarbeiter in der Mechanikfertigung optimal einzusetzen, bedurfte es dabei einiger Überlegungen.
 
Das Equipment mit einem Asys AES Ø1- Loader, einem Ekra E 5 XS-Schablonendrucker plus Crossflow, einem Advantage- Bestückungsautomat von Mimot und einer IBL SLC 500-Dampfphasenlötanlage sowie einem einfachen Schablonendrucker von Ekra und zwei weiteren Fritsch PA 580-Bestückern für einfache Kleinstserien ist man maschinenseitig gut ausgerüstet. Nicht zu vergessen ist das Röntgeninspektionssystem von Heeb-Inotec, zwei Inspektionssysteme Mantis und die ACS 250-Klimakammer. Und natürlich darf auch ein durchgängig ESD-sicherer Boden nicht fehlen. In der Mechanik steht eine Bohr- und Frässtation von Datron plus Tampondrucker und Klischeeentwicklung und weitere Metallbearbeitungsmaschinen.
 
Das Produktionsnetzwerk
"Wie man mit diesen Mitarbeitern und diesem Equipment allerdings ein Produktionsnetzwerk realisiert ist eine spezielle Sache," erläutert Ronny Kirschner (Bild 1). Wir haben mit der Mimot Advantage auch den Mimexplorer konsequent zum Einsatz gebracht (Bild 2). Damit kann jeder Mitarbeiter - momentan sind es noch zwei Plätze, die anderen kommen allerdings Zug um Zug dazu - komplett mit allen Informationen versorgt werden, die überhaupt zur Verfügung stehen können. Die Arbeitsvorbereitung, d.h. die jeweils den Auftrag entgegennehmende Person, stellt alle notwendigen Daten für den jeweiligen Auftrag im Intranet zur Verfügung. Verbunden mit dem Schaltbild (Bild 3) der betreffenden Baugruppe kann jetzt jeder Mitarbeiter in der SMD-Montage alle Daten vom Schaltplan bis zur Pastendruckschablone und dem Pick & Place-File abrufen.
Da der Mimexplorer die Baugruppe als Bild darstellt, kann man sogar noch markieren, welche Bauteile vom Automaten und welche später noch als Restbestückung verarbeitet werden müssen. Außerdem kann man mit dem gleichen Datensatz auch defekte Baugruppen reparieren, was wir als Reparaturservice natürlich auch anbieten. Der jeweilige Mitarbeiter braucht dann nur das Bild anklicken und bekommt den aktuellen Bestückungsplan, um genau detektieren zu können, ob von Hand oder ob von oben oder unten mittels Automaten bestückt werden soll. Alles das, was von Hand bestückt werden muss, kann die Materialverwaltung des Mimot-Bestückers zusätzlich verwalten. Wir haben übrigens unsere gesamte Materialverwaltung auf dem Mimot-Rechner zum laufen gebracht. Wir wissen nicht nur welche Feeder mit welchen Bauelementen bestückt sind, sondern auch wie viele Bauteile sich noch auf der Spule und wo befinden. Mag sein, dass der Mimot-Advantage- Automat nicht der billigste ist, aber wenn ich den geringen Aufpreis für diese Software anschaue und das, was mir der Automat dann für meinen gesamten Betrieb bringt, finde ich dieses Konzept ausgezeichnet und preiswert.
 
 
Auftragsbearbeitung im Timeslot
"Jeder Mitarbeiter ist, das muss man voraussetzen, für einen Auftrag vollständig verantwortlich. Er richtet alles ein und programmiert gegebenenfalls das Bestückprogramm und nimmt dann auch den Montageprozess in die Hand. Dazu wurden und werden alle Mitarbeiter kontinuierlich geschult und auf ein gleiches Know-how- Level gebracht. Jeder Mitarbeiter beherrscht alle Anlagen und kennt wo möglich auch deren Stärken und Schwächen. Er richtet den Schablonendrucker ein, bestückt den Loader, rüstet den Bestücker und führt auch den Lötprozess durch. Beim Löten reichen uns bis jetzt allerdings auch zwei Profile. Damit weiß auch jeder Mitarbeiter, wo welcher Prozess "klemmt". Natürlich ist das ein großer Aufwand. Aber nur so sind wir in der Lage, Aufträge wirklich eiliger als eilig durchführen zu können - wenn es sein muss jeden Tag. Außerdem kennt auch jeder Mitarbeiter seinen Timeslot. Es gibt also z.B. drei Mitarbeiter und demnach drei Timeslots, in denen die jeweilige Person Zugriff auf den Bestückautomaten hat. Dafür hat er aber auch 1 Tag Vor- und Nachbereitungszeit für seinen Auftrag und der Bestückungsautomat ist ja während des Betriebs rüstbar. Natürlich muss das Personal bei uns wirklich selbständige Arbeit mögen und ebenso eigenständig arbeiten können."
 
Kleinste Lose automatisch bestücken
"So ein 24-Stunden-Eilservice ist also von der Maschinenseite her bei uns durchaus machbar und wird bereits intensiv praktiziert. Allerdings gibt es nach wie vor den Flaschenhals der Bauteilbeschaffung. Der Entwickler hat aber meistens seine Bauteile in der Schublade, will aber eben nicht selbst die Montage durchführen, sondern bei uns mittels Automaten bestücken lassen. Deshalb haben wir ein patentiertes Verfahren entwickelt, basierend auf einem Standard-Feeder des Mimot-Bestückungsautomaten. Bei einer Handbestückung benötige ich einige Zeit, um eine Hand voller Bauteile bereit zu stellen. Bei einer automatischen Bestückung benötige ich einen Feeder, der wie bei einem Handbestückungsplatz ohne Vor- und Nachkauf zu rüsten ist, mit dem Vorteil, dass die Ware zusätzlich noch lagerbar und eindeutig identifizierbar ist. Und so einen Feeder haben wir entwickelt und setzen ihn dann ein. Dieser Feeder als Lager- und Zuführeinheit wurde von uns zum Patent angemeldet und könnte natürlich auch bei anderen Automaten adaptiert werden."
productronic 7 / 8 2002

Röntgeninspektion - lohnt sich das?

Röntgeninspektion - lohnt sich das - Ronny Kirschner Röntgeninspektion - lohnt sich das

Was kann man mit einem einfachen Röntgeninspektionssystem anfangen? Wann lohnt sich die Investition in ein manuelles System? Wie kann man mit einfach zu bedienenden Geräten effektive Qualitätssicherung betreiben? Einen schnellen und flexiblen Röntgeninspektionsservice kann ein Outsourcing-Unternehmen aus dem Raum Stuttgart jetzt zu fairen Preisen anbieten.

Die Ronnytronics, ein Full-Service-Dienstleistungsunternehmen für Entwicklung und Fertigung von elektronischen Baugruppen und Geräten inklusive Mechanik, gehört mit ca. 11 Mitarbeitern zu den eher kleinen Outsourcingpartnern im Raum Stuttgart. Allerdings steht man innovativen Entwicklungen immer schon sehr positiv entgegen. Nicht nur deshalb konnte das Unternehmen erst vor kurzem unter neuer Adresse in der Zuffenhauserstraße 83 in 70825 Korntal ein neues, größeres Gebäude mit insgesamt 700 m2 Fertigungs- und Labor sowie Bürofläche beziehen. "Wir sind einfach mit unseren Kunden gewachsen. Das sind nicht nur Anwender aus der Automobilbranche, sondern auch aus dem Automatisierungsbereich bis hin zu Lösungen mit einem nicht zu unterschätzendem Anteil an Mechanik. Wir haben im Jahr 2000 relativ viele neue Kunden dazu gewonnen und vermehrt BGAs zur Verarbeitung auf Prototypenbaugruppen bekommen. Plötzlich stellten wir fest, dass man nicht sofort einen elektrischen Test durchführen konnte, weil diese Boards noch im Vorserienentwicklungsstadium waren. Wir mussten uns deshalb etwas einfallen lassen, um unseren Fertigungsprozess einfach zu überwachen und eine korrekte Verarbeitung zu belegen. Wir kamen also mit diesen neuen BGAs um die Röntgenprüftechnik nicht herum. Dann wussten wir, dass wir bei der Vielzahl solcher Prototypen zwar ein Gerät anschaffen könnten, aber bestimmt nicht eine Auslastung rund um die Uhr haben würden. Der nächste logische Gedankenschritt war dann, einen zusätzlichen Röntgeninspektionsservice hier bei uns einzurichten. Schließlich wird es in nächster Zeit vermehrt Firmen in der Region geben, die genau wie wir mit BGAs auf Prototypen und damit mit dem Problem, nicht richtig prüfen zu können, konfrontiert werden.

Große Institute als Dienstleister für uns in Anspruch zu nehmen, schien uns einfach für unsere Arbeitsweise zu langwierig und umständlich, von den Kosten ganz zu schweigen. Wir haben nun einmal Kunden, bei denen es immer sehr schnell gehen muss und wir wollen und müssen uns darauf einstellen. Also haben wir beschlossen ein einfaches System zu kaufen und sind schnell mit unserem langjährigen Partner, der Firma Heeb-Inotec einig geworden, bei uns ein Röntgeninspektionssystem von Glenbrook zu installieren und auch noch einen Röntgeninspektionsservcie zusätzlich anzubieten."

Stetig dazu lernen

"Natürlich lernen wir gerade auch bei diesen Serviceaktivitäten enorm viel dazu. Und das können wir wieder unseren Kunden beim Baugruppenservice weitergeben. Ich persönlich bin schon jetzt soweit, dass ich jedem nur dringend empfehlen würde, wenigstens einmal unter sein BGA zu schauen, bevor er mit der Serienfertigung beginnt. Ohne Röntgenanalyse lassen sich einfach bestimmte Fehler nicht entdecken - und seien es solche, wo der BGA eben nicht Schuld am Versagen einer Baugruppe ist."

Einfache Bedienung und Fehlerinterpretation

Bei dem RTX 2500 von Glenbrook handelt es sich um ein Durchlicht-Röntgensystem mit 40-fach-Zoom, bei dem man die Röhre um 45° neigen kann. Es gibt einen Monitor, auf dem man den Prüfling mittels Videokamera betrachten kann, einen motorisch verfahrbaren Prüftisch und einen zweiten Monitor plus Videoprinter für das Röntgenbild. Dazu kommt eine einfach zu bedienende Bildverarbeitung für die Röntgenbilder. "Natürlich muss man sich eine Zeit lang einarbeiten, um mit dem Gerät umgehen zu können. Aber dann versteht man auch sofort, was man sieht. Es ist einfach äußerst plausibel und wirklich kein Hexenwerk. Werden z.B. die Balls eines BGAs nach dem Reflow untersucht, erkennt man recht schnell, ob alles in Ordnung ist und kann die Untersuchung abschließen. Detektiert man einen eindeutigen Fehler, kann man sofort zur Reparatur schreiten. Detektiert man eine schlechte Lötung, bei deren Interpretation man eben nicht gleich sicher ist, muss man sich eben mehr Zeit nehmen als ein paar Minuten. Man schaltet z.B. von senkrechter Durchstrahlung, quasi in Echtzeit, z.B. auf 45° und interpretiert das Bild aufs neue. Man druckt das Ergebnis auf dem Videoprinter aus oder speichert es auf einem PC. Dafür weiß man dann aber am Ende, dass ein Defekt, wie z.B. eine Unterbrechung, vorliegt und kann mit ein wenig Erfahrung eine Ursache dafür festmachen und seinen Prozess verbessern. Es handelt sich bei unserem System eigentlich um ein Röntgenmikroskop. Diese Erfahrung mit einfachen Durchlichtsystemen steht natürlich im Gegensatz zu den weitaus teureren AXI-Maschinen, die in der Lage sind vollautomatisch mehrere Ebenen einer Lötstelle zu durchleuchten und diese Bilder ebenso vollautomatisch zu interpretieren mit dem Ziel, eine defekte Lötung anschließend zu reparieren. Das Preis/Leistungsverhältnis bei solchen Maschinen ist aber ein völlig anderes."

Schlussbemerkung

"Wer sich mit der SMD-Technologie auskennt, sollte sich durchaus überlegen, so ein System selbst anzuschaffen. Nicht nur für die vielgenannten verdeckten Lötstellen, sondern auch für Prüfpunkte, die bei einer optischen Prüfung als gut bewertet würden, kann man bei diesem Röntgenmikroskop nahezu 95% aller Fehler eindeutig erkennen. Ebenso freuen wir uns allerdings auch über Interessenten, die unseren Service in Anspruch nehmen möchten - demnächst auch mit integriertem Reparaturplatz und Reparaturlöten in der Dampfphase."

productronic 11 / 2001